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Lesetüte
An der Grundschule Lüne gab es für die neuen Erstklässler bunt bemalte Lesetüten. (Foto: t&w)

Was steckt diesmal drin?

Lüneburg. Mit großen Augen schaut sich Ben das Buch an. Es geht um Hasen. „Auf unserem Acker laufen auch immer drei Hasen rum. Die hoppeln ganz schön schnell“, erzählt der Erstklässler. Gerade hat er seine eigene Lesetüte bekommen und gleich nachgesehen, was darin war.

Schon seit vielen Jahren werden unter anderem auch an der Grundschule Lüne Lesetüten verteilt. Am Ende eines jeden Schuljahres beginnen die Erstklässler damit, die Tüten für die folgenden Erstklässler vorzubereiten. Sie werden bemalt, mit einem Erstlesebuch, einem pädagogischen Brief an die Eltern, einem Gutschein für einen Leseausweis der Ratsbücherei und einem Lesezeichen gefüllt. Zu Beginn des neuen Schuljahre übernehmen die Gestalter der Lesetüten als „Botschafter“ und „erfahrene Leseprofis“ zusammen mit den Mitarbeiterinnen der Buchhandlung Lünebuch die Verteilung an die neuen Erstklässler.

Projekt des Börsenvereins

Das Projekt wurde vom Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ins Leben gerufen und wird von den Verlagen Oetinger und Arena unterstützt, die die Erstlesebücher für die Lesetüten stellen. Irene Donning, Buchhändlerin bei Lünebuch und Diplom-Pädagogin, begleitet das Projekt in Lüneburg schon seit acht Jahren und ist nach wie vor von dem Spaß und Aufforderungscharakter zum Lesen dieser Aktion begeistert: „Lesen braucht man für alles und das Tolle daran ist, dass es auch noch Spaß macht, wenn man es kann.“

Die Kinder sind ganzjährig in das Projekt eingebunden, indem sie erst ihr eigenes Buch zum Teil auch im Unterricht lesen und schließlich die Lesetüten für die nächsten Erstklässler vorbereiten. Auch an die Eltern wird appelliert mit ihren Kindern gemeinsam zu lesen. „Wir wollen, dass das 3D-Erlebnis von Büchern nicht verloren geht.“, erklärt Irene Donning. lz