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Echem soll größer werden

Echem. Bis auf ein Grundstück sind in der Gemeinde Echem im Gebiet „Am Osterwinkel“ die Baugrundstücke bereits verkauft. Seit Anfang 2015 wird gebaut, die Hälft e der Häuser ist bereits fertig. Das Neubaugebiet befindet sich am östlichen Rand von Echem, nördlich angrenzend an die Kreisstraße 29 und bietet auf rund drei Hektar in zwei Bauabschnitten Platz für 28 großzügige Einfamilien- und Doppelhäuser auf Grundstücken von jeweils 650 bis 1200 Quadratmetern.

Neue Baugrundstücke verhindern Wegzug

Der Bürgermeister Steffen Schmitter (CDU) freut sich schon darauf, in seinem Ort mit rund tausend Einwohnern neue Gemeindemitglieder begrüßen zu können. „Wir haben festgestellt, dass die Einwohnerzahl nicht konstant bleibt, sondern sinkt, wenn man keine neuen Grundstücke ausweist.“

Doch noch während der Osten Echems wächst, planen die Verantwortlichen schon das zweite Bauprojekt am südlichen Rand, östlich der Bahntrasse. Das Plangebiet „Hägenhorstweg“ mit einer Gesamtfläche von rund einem Hektar grenzt unmittelbar südöstlich an die Bahnlinie von Lüneburg nach Lauenburg und wird zur Zeit noch landwirtschaftlich genutzt. Nachdem im Oktober letzten Jahres das Planungsbüro Ute Mehring mit der Erstellung einer entsprechenden Vorlage beauftragt wurde, gingen bis vor wenigen Wochen die üblichen Abwägungs- und Beschlussvorschläge von Behörden und Trägern öffentlicher Belange ein.

Immissionen aus Tierhaltung

Der Landkreis äußerte sich bezüglich der „Lärmschutzmaßnahmen“ kritisch und hielt „die Nutzung des ausgewiesenen Gebietes als allgemeines Wohngebiet für problematisch“. Der Bürgermeister kommentiert: „Eine Schallschutzwand oder ein Schallschutzwall wäre mit dem Ortsbild sicher nicht vereinbar.“ Naheliegender wäre die Ausstattung der Häuser mit passenden Lärmschutzvorrichtungen wie Doppelglasfenstern. „Hier fahren zweimal täglich Schienenbusse, während in Lüneburg Studenten neuer Wohnraum direkt an der hochfrequentierten Bahnstrecke mit Hochgeschwindigkeitszügen angeboten wird.“

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen setzte sich mit sinnlichen Wahrnehmungen künftiger Bewohner auseinander und motivierte die Beschlussvorlage: „In die Begründung wird ein Hinweis aufgenommen, dass mit Immissionen aus Tierhaltung unterhalb des Wertes von zehn Prozent der Jahresgeruchsstunden zu rechnen und aufgrund der historisch dörflichen Prägung des Ortes hinzunehmen ist“, betont die Kammer.

Preise stehen noch nicht fest

Nachdem der Rat auf seiner letzten Sitzung mit sieben Anwesenden einstimmig die Baureife der acht bis zehn Grundstücke beschloss, werden sie jetzt von der Ingenieurgesellschaft Heidt und Peters vermarktet.

Die Ausschreibungen für den Straßenbau sind bereits in vollem Gange, das öffentliche Angebot der Grundstücke folgt in Kürze. Dipl. Ingenieur Andreas Peters: „Die Preise können aktuell noch nicht genannt werden, da die Vermarktungsplanung noch nicht ganz abgeschlossen ist.“ Bis Ende Oktober soll die Erschließung dann fertig gestellt sein. ina