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Für fast eine halbe Million Euro soll die Grundschule Hohnstorf barrierefrei umgebaut werden. Der Bau- und der Schulausschuss der Samtgemeinde Scharnebeck haben bereits grünes Licht gegeben. Foto: t&w

Ja zum Umbau

Hohnstorf/Elbe. Viele Diskussionen und nicht weniger Kompromisse – es war ein steiniger Weg den Bau- und Schulausschuss in der Frage um den Umbau der Grundschule Hohnstorf gingen. Doch am Ende war das Votum deutlich: einstimmig beschlossen die beiden Gremien am Mittwochabend den Umbau der Schule nach einem Vorschlag, den das Architekturbüro Oldenburg Plesse erarbeitet hatte.

„Ein ganz wesentlicher Punkt ist, dass wir überall Barrierefreiheit anstreben“, sagt Scharnebecks Samtgemeindebürgermeister Laars Gerstenkorn zur Notwendigkeit des Umbaus. Gewährleisten soll die künftig ein gläserner Fahrstuhl, der an der Außenfassade des denkmalgeschützten Gebäudes installiert werden soll. Kostenpunkt: rund 125.000 Euro. Bisher waren die drei Etagen der Grundschule – sogar das Erdgeschoss – nur über Treppenstufen zu erreichen. „Der Aufzug fügt sich sehr gut in das Gebäude ein. Ich denke, da wird es den Denkmalschutz betreffend, keine Probleme geben“, sagt Martina Beeken, Bauamtsleiterin der Samtgemeinde Scharnebeck.

Behindertentoilette, Fahrstuhl und Gruppenräume

Geplant ist außerdem der Einbau einer Behindertentoilette sowie der Bau zweier Gruppenräume zwischen den Unterrichtsräumen, die den Schulkindern ein flexibleres Arbeiten ermöglichen sollen. Für Kopfzerbrechen sorgte dagegen zuletzt der beengte Verwaltungsbereich der Grundschule. Schulleiterbüro und Lehrerzimmer waren getrennt voneinander und viel zu klein. „Und so hat man sich entschieden, einen Unterrichtsraum zu den Verwaltungsräumen zu nehmen und zum Lehrerzimmer zu machen“, erklärt Gerstenkorn. Durch die Umnutzung reduziert sich die Anzahl der Unterrichtsräume jedoch auf sieben „und in einer zweigliedrigen Schule ist das schlecht“, so Gerstenkorn.

Ersatz fand man nun in dem Computerraum der Schule. Er könne künftig als weiterer Unterrichtsraum genutzt werden, zumal stationäre Computer heutzutage nicht mehr zwingend nötig seien, erklärt Gerstenkorn: „Das ist in der heutigen Zeit sicher auch anders möglich, indem man mobile Endgeräte nutzt.“ Weitere Baumaßnahmen wären hierfür nicht nötig. „Der Raum ist ja da. Es müssen keine Wände versetzt werden, er würde einfach umgenutzt werden“, sagt Martina Beeken.

Rund 471.000 Euro fällig

Für die Umbaumaßnahmen an der Grundschule werden nach ersten Schätzungen insgesamt rund 471.000 Euro fällig. Ende Mai wird der Samtgemeindeausschuss über die Baupläne beraten. „Ich gehe davon aus, dass wir den Bauantrag noch im Sommer abgeben können. Wir würden auf jeden Fall noch dieses Jahr mit dem Bau beginnen wollen“, so Gerstenkorn.

Von Anke Dankers