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Petra Brosseit ist neue Bürgermeisterin in Hittbergen, Christoph Burmester hr Vize. (Foto: ul)

Große Fußstapfen

Hittbergen. Petra Brosseit sieht die Sache ganz pragmatisch: „Wer den Posten eines Stellvertreters annimmt, muss immer damit rechnen, aufzurücken“ , sagt die 47-Jährige bestimmt. Deshalb war es für die Hittbergerin auch gar keine Frage, dass sie im Fall der Fälle das Bürgermeisteramt ihrer Wahlheimat übernimmt. Nur so bald – damit hatte auch sie nicht gerechnet.

Der frühe Tod von Alfred Ritters hat eine Lücke im Ort hinterlassen – menschlich und praktisch: „Er stand seit mehr als 20 Jahren an der Spitze der Gemeinde“, sagt Petra Brosseit, „hatte dadurch natürlich unendlich viel Erfahrung sammeln können, Erfahrung, die wir uns erst noch aneignen müssen.“ Wir – das ist neben ihr auch der neue Stellvertreter Christoph Burmester, beide parteilos, aber für die Christdemokraten im Rat.

Gemeindebüro

Offiziell eingeweiht werden soll am Sonntag, 1. September, zwischen 11 und 14 Uhr das neue Gemeindebüro. Es befindet sich an der Dorfstraße 6. Es ist immer dienstags zwischen 16 und 17 Uhr für die Bürgerinnen und Bürger geöffnet. Weitere Termine vereinbart die neue Bürgermeisterin unter (04139)  695708 oder unter bgm@hittbergen-barfoerde.de.

Seit 2011 sitzt die Einzelhandelskauffrau im Hittberger Gremium, vier Jahre später ist der 33 Jahre alte Landwirt als Nachrücker dazu gestoßen – Zeit genug, das Handwerkszeug zu lernen. Das laufende Tagesgeschäft sei daher auch kein Problem, ist sich das neue Team einig, „letztlich die etwas komplexeren Angelegenheiten wie Bauanträge oder Haushaltsplanung bedürfen noch einiges an Einblick“, meint Petra Brosseit. Da habe Alfred Ritters doch viel allein gemacht, und sie wenig Zeit zur Einarbeitung.

Homepage überarbeitet

Alleine stehen die beiden Volksvertreter vor ihren Aufgaben aber nicht: „Wir bekommen sehr viel Hilfe“, sagen sie dankbar: Mit Stephanie Bär habe eine kompetente Verwaltungsfachkraft von Echem nach Hittbergen gewechselt, und auch die Samtgemeinde stehe ihnen immer mit Rat zur Seite. „Das läuft sehr positiv.“

Das lässt sich auch von den ersten Handlungen behaupten. Christoph Burmester berichtet: „Wir haben zum einen an der Dorfstraße ein neues Gemeindebüro eingerichtet, zum anderen die Homepage komplett überarbeitet und auf den Weg gebracht.“

Und auch das Mai- und Schützenfest sowie die Tour de Marsch seien sehr positiv verlaufen. „Wir versuchen, vieles in Alfred Ritters Sinne fortzuführen.“

Von Ute Lühr