Aktuell
Home | Nachrichten | Panorama | Eigentümer zu langer Haftstrafe verurteilt
Das so genannte «Horrorhaus» von Höxter, in dem Frauen jahrelang misshandelt worden sein sollen, ist anschließend für eine Drogenplantage genutzt worden – nun wurde das Urteil gesprochen.

Eigentümer zu langer Haftstrafe verurteilt

Im September 2017 entdeckte die Polizei eine Drogenplantage im sogenannten Horrorhaus von Höxter, in dem zuvor jahrelang Frauen misshandelt worden waren. Nun hat das Landgericht Paderborn das Urteil gesprochen.

Nachdem im September 2017 eine Drogenplantage mit mehr als 1000 Marihuana-Pflanzen im Wert von rund 200.000 Euro im sogenannten „Horrorhaus“ hochgenommen wurde, hat das Landgericht Paderborn nun das Urteil gesprochen. Der neue Hauseigentümer ist zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der 51-jährige Schotte hatte das Anwesen, in dem ein Paar über Jahre hinweg Frauen gequält hatte, im Frühjahr 2017 gekauft. Das war ein Jahr nach der Festnahme des Paares. Er habe es dann zum Zweck des bandenmäßigen Drogenanbaus vermietet, heißt es im Gerichtsurteil. Auflage des Vollzuges ist unter anderem eine Drogentherapie.

Ein mitangeklagter 44-jähriger Deutsch-Türke muss laut Urteil vier Jahre in Haft. Er hatte Hilfstätigkeiten für die Drogenbande übernommen. Eine 30 Jahre alte Bulgarin wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Sie hatte auf dem Grundstück gelebt und sich um die Pflanzen gekümmert. Noch nicht abgeschlossen ist das Gerichtsverfahren gegen einen 43-Jährigen, der Kopf der Bande gewesen sein soll. Er hatte das Haus vom Eigentümer gemietet.

Von RND/dpa

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.