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Eine weitere Freiheitsstrafe wegen Volksverhetzung gegen die bereits inhaftierte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck (89) ist rechtskräftig.

Holocaust-Leugnerin Haverbeck scheitert vor Gericht

Sie hatte den Holocaust geleugnet: Eine weitere Freiheitsstrafe wegen Volksverhetzung gegen die bereits inhaftierte Ursula Haverbeck (89) ist rechtskräftig.

Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck muss länger als zwei Jahre ins Gefängnis. Laut Mitteilung von Montag hat das Oberlandesgericht Hamm die Revision der 89-Jährigen gegen ein Urteil des Landgerichts Detmold als unbegründet verworfen. Das Urteil in einem Berufungsverfahren wegen Volksverhetzung in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 14 Monaten ist damit rechtskräftig.

Das Landgericht Verden in Niedersachsen hatte Haverbeck wegen Volksverhetzung in acht Fällen zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Weil sie zum Antritt dieser Strafe Anfang Mai nicht erschienen war, hatte die Staatsanwaltschaft Verden Haftbefehl gegen Haverbeck entlassen, die daraufhin von der Polizei festgenommen wurde. Seit Mai 2018 sitzt die 89-Jährige aus Vlotho in Ostwestfalen diese Strafe im geschlossenen Vollzug in einem Gefängnis in Bielefeld-Brackwede ab.

Mehrere Verurteilungen wegen Volksverhetzung

Die Staatsanwaltschaft Detmold muss jetzt prüfen, ob die beiden Haftstrafen zu einer nachträglichen Gesamtstrafe zusammengefasst werden können. Laut Strafgesetzbuch muss diese Gesamtstrafe geringer ausfallen als die Summe der Einzelstrafen. Im Fall von Haverbeck also weniger als drei Jahre und zwei Monate. Sollten die Voraussetzungen dafür nicht gegeben sein, müsste Haverbeck die beiden Haftstrafen nacheinander absitzen.

Haverbeck wurde bereits mehrmals wegen Volksverhetzung verurteilt. Sie behauptete wiederholt, dass das Konzentrationslager Auschwitz kein Vernichtungslager, sondern ein Arbeitslager gewesen sei. Am 27. Januar 1945 hatten sowjetische Truppen das Lager befreit. Allein in Auschwitz waren etwa 1,1 Millionen Menschen ermordet worden.

Von RND/dpa

23 Kommentare

  1. „Eine weitere Freiheitsstrafe wegen Volksverhetzung gegen die bereits inhaftierte Ursula Haverbeck (89) ist rechtskräftig.“

    Gut so!

    Bachmann, Gauland, Weidel, Poggenburg und Höcke sollten ihr möglichst bald folgen.

    • Norbert Kasteinecke

      sagen Sie uns interessierten Lesern Ihres Kommentares auch warum ?

      • Weil ich die Zuversicht nicht aufgeben möchte, dass diesen verantwortungslosen Hetzern und Gesinnungsterroristen das sorfältige Falten und meditave Verleimen von Papiertüten über drei Jahre und zwei Monate im geschlossenen Vollzug in einem realen Gefängnis (statt im virtuellen „Collegium Humanum“) möglicherweise ebenfalls zur Gesellschaftsfähigkeit zurückhelfen könnte.

        Nach hoffentlich erfolgreicher Resozialisierung hätten Sie, Herr Kasteinecke, dann auch gleich noch ein paar weitere Kontakte an der Hand, mit denen Sie denjenigen weiterhelfen könnten, die an der Anwerbung von integrationsfreudigen senioren (denn wir wollen ja nicht einseitig diskriminieren zugunsten der juvenilen ) Menschen interessiert sind, die einen Ausbildungsplatz suchen.

        • Norbert Kasteinecke

          Auf solche Hasskommentare sollte ich eigtl. nicht eingehen, aber….

          …ich möchte Ihnen Gelegenheit geben, sich zu diesem Vorwurf :

          >dass diesen verantwortungslosen Hetzern und Gesinnungsterroristen <

          einmal genauer zu äußern.
          Könnten Sie das belegen, anhand von Beispielen, oder schießen Sie nur mal so in die Luft ?!

          • Nö, Norbert Kasteinecke, das können Sie selbst tun. Da geht mehr. Nur Mut, Sie schaffen das! Geben Sie einfach die Namen der Genannten bei Google ein und Sie werden Belege „anhand von Beispielen“ ohne Zahl dafür finden, dass es sich bei Ihren Freunden um verantwortungslose Hetzer und Gesinnungsterroristen handelt.

            Und „Hasskommentar“? Ei, ei, ei, Herr Kasteinecke!

            Mir ist schon klar, dass es richtig weh tut, wenn die heile rechte Welt so zusammenstürzt, aber Sie sollten trotzdem die Contenance wahren und wenigstens so tun, als ob Sie ein guter Verlierer wären. 😉

          • >dass diesen verantwortungslosen Hetzern und Gesinnungsterroristen <
            wer diese beim namen nennt, transportiert diese vollpfosten zu 50% immer mit. dieses ist ihnen doch bekannt Norbert, oder? sie legen es gern darauf an? warum wohl? ist ein vogelschiss dieses denn wert?

  2. Norbert Kasteinecke

    Lieber Leser, Sie hatten hier das zweifelhafte Vergnügen die typische Argumentationskette eines verbitterten, linksdrehenden Mitbürgers erleben zu dürfen.
    Substanzlos, voller Hass und verblendet durch die eine wahre Doktrin.

    Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, vielleicht kommt da ja doch noch etwas inhaltlich Haltbares.

    • spricht der artikel nicht für sich? Norbert, was meinen sie, muss man noch dazu tun? sehen sie, ich hasse keine menschen, habe hin und wider mitleid. bei ihnen habe ich sogar zweifel.

      • Herr Kasteinecke kann offenbar nur in ganz starren Schablonen assoziieren („denken“ möchte ich seine hilflosen Verbalreflexe lieber nicht nennen), Herr Bruns. Für Herrn Kasteinecke sind alle, welche seinen unterkomplexen Parolen nicht folgen mögen, schlicht enttäuschte „Rotgrünversiffte“. Solche hölzernen Einstufungen entsprechen ungefähr dem Niveau von Dachdeckergehilfe Honecker und Speditionskaufmann Mielke, die den nazistischen „Volksgeistzersetzer“ kurzerhand in den „antisozialistischen Defätisten“ umgetauft und ähnlich kujoniert haben, wie Herr Kasteinecke das in seinen pauschalisierenden Schimpftiraden mit Blick auf eine immer „praktischer“ werdende Zukunft bereits lustvoll andeutet. Der schauerliche „Möglichkeitsraum“ in der Simplizität des Vorstellens jener beiden bösen alten Eriche kehrt im salbadernden Propaganda-Schematismus von Herrn Kasteinecke unverkennbar wieder.

        Desgleichen ist das Sendungsbewusstsein des kleinen Eiferers an der typischen Plattitüdenkette, die unser verbitterter Mitbürger auf seinem rechtsdrehenden Phrasenkarussell mit sich auf seinen (vorerst bloß) imaginierten Vergeltungsrunden herumschleift, leicht zu erkennen: Er wendet sich an Stadt und Erdkreis, indem er die „lieben Leser“ ganz generell adressiert und für seine Zwecke „sensibel“ machen möchte. „Liebe Gemeinde“, „liebes Volk“, „liebe Christen“, „liebe Menscheit“ wären die nächsten Stufen – und die Spitze ist mit „liebe Follower“ erreicht. (Denn sein Wirken ist natürlich von der bekannten bangen Hoffnung begleitet: „Aber kommt, wie der Strahl aus dem Gewölke kommt, / Aus Gedanken vielleicht, geistig und reif die Tat?“ [Hölderlin, An die Deutschen, 1800])

        Dieser Mann ist ein Aufklärer, Herr Bruns, der Dinge von weltbewegendem Gewicht zurechtrücken möchte.

        Dass Herr Kasteinecke sich in unmittelbarer textlicher Nachbarschaft zur mehrfach rechtskräftig verurteilten und bereits inhaftierten Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck (89), die nun noch eine weitere Freiheitsstrafe wegen Volksverhetzung zu verbüßen hat, zum Predigen wider „das linke Weltbild“ aufschwingt, spricht Bände.

        Ich würde sagen, da hat Herr Kasteinecke ja mal buchstäblich die „Hosen runter“ gelassen.

        Genau so wollte ich es gerne haben und er hat mir den lieben Gefallen artig getan.

        Nun denn.

        Hätten Sie dann auch noch was zur Sache zu sagen, Herr Kasteinecke?

        Traun, wohlan!

        Frischauf, fürbass !

  3. Norbert Kasteinecke

    Klaus – nur für Sie :

    Ich spreche hier nicht über die verwirrte alte Dame,
    sondern – Sie ahnen es vielleicht – über dies :

    >Bachmann, Gauland, Weidel, Poggenburg und Höcke sollten ihr möglichst bald folgen.Hetzern und Gesinnungsterroristen< usw.

    Solche Mitmenschen wie Otto B. werfen einfach mal irgendetwas in den Raum – wird schon was hängenbleiben.
    Sie, lieber Klaus, agieren gern ähnlich. Ich unterstelle da mal nicht Vorsatz, sondern Unwissen.
    Macht nix – kann vorkommen.

    Nun denn.

    • na sehen, da waren meine zweifel doch berechtigt. schmunzel.

      • Herr Bruns, Sie meinen, weil Herr Kasteinecke die Genannten Hetzer und Gesinnungsterroristen noch einmal bei deren Namen aufzählen musste, „transportiert er diese vollpfosten zu 50% immer mit“? Die „Umsetzung“ seiner Absicht, die Sie oben vorhergesagt hatten? Ja, trägt er denn so nicht dazu bei, dass an diesen Herrschaften etwas von dem Charakteristischen hängenbleibt, das ihm nicht gefällt, obgleich es (das Charakteristische) den Tatsachen entspricht? Und ist – neben Panikmache, Lügen und Angstschüren – das giftspritzende Dauerwiederholen von pauschalisierenden Negativa nicht die beliebteste Vorgehensweise von AfD-Agitprop-Distributoren à la Norbert Kateinecke, mit der er nur diesmal versehentlich an dem verrotteten Ast sägt, auf dem er doch so voller Stolz und vermeintlich überlegenem Weltwissen sitzt – ohne jenes selbstdestruktive Tun freilich zu ahnen (denn schon ein Hauch von Ambiguität ist Predigern der Simplizität bekanntlich unbekömmlich)?

    • Ich spreche hier nicht über die verwirrte alte Dame,warum nicht? zu unangenehm?

  4. ich gratuliere Ihnen zu ihren tollen LZ-Kommentaren!

    Sie hatten hier das zweifelhafte Vergnügen die typische Plattitüdenkette eines verbitterten, rechtsdrehenden Mitbürgers scheppern hören zu dürfen.
    Substanzlos, voller Hass und verblendet durch die eine wahre Doktrin.

    Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, vielleicht kommt da ja doch noch etwas inhaltlich Haltbares, von Herrn Kasteinecke.

    Solche Mitmenschen wie Norbert K. werfen einfach mal irgendetwas in den Raum – wird schon was hängenbleiben. Ich unterstelle da mal (Unterstellt muss schließlich werden!) nicht Unwissen, sondern Vorsatz. Macht was – sollte nicht vorkommen. Ist aber Methode.

    Übrigens: Herrn Kasteineckes „verwirrte alte Dame“ kann auf eine sechzigjährige Geschichte als Antisemitin und
    rechtsextremistische Aktivistin zurückblicken.

    Nun denn.

    Mit ganz, ganz herzlichen Grüßen und richtig viel Applaus

    Ihr Otto Berg

    • Norbert Kasteinecke

      Wie schon gesagt, Contenance mein Lieber, Contenance.

      Sie haben ja versucht, sich richtig Mühe zu geben.
      Jedoch wurden und werden Sie stündlich von den sich überstürzenden Ereignissen links (oder rechts?) überholt.
      Angefangen mit den Ereignissen beim BAMF, über die tgl. Einzeltaten wie Mord und Vergewaltigung bis hin zum Rizin-Tunesier.
      Unser aller Kanzlerin steht z.Zt. mit dem Rücken zur Wand und kämpft um ihr politisches Werk oder besser gesagt, um ihr politisches Überleben.

      „Mögest du in interessanten Zeiten leben, auch bezeichnet als Chinesischer Fluch, ist ein Sprichwort, dessen Herkunft nicht eindeutig belegt ist, aber oft der chinesischen Sprache zugesprochen wird.“
      WiKi

      Das Glück haben wir ja.
      Sie sollten auf die Ratschläge von Herrn Bruns hören, er hat es schon gelesen:
      Aufstehen statt wegducken: Eine Strategie gegen Rechts , Heiko Maas

      Amazon Bestseller-Rang: Nr. 54.211 in Bücher, ab 2,49€

      Ach, noch etwas – meine erste Frage aus der sich diese nette Unterhaltung ergab, haben Sie noch immer nicht beantwortet, oder wollten es nicht.
      https://www.landeszeitung.de/blog/nachrichten/aus-aller-welt/1650642-holocaust-leugnerin-haverbeck-scheitert-vor-gericht#comment-181721

      Noch ein Ratschlag zum Wochenende, Sie sollten sich vielleicht besser mit der Tatsache als solcher auseinandersetzen als nur den Kommentator zu diffamieren.
      Nolite necare nuntium.( ist lange her – hoffentlich richtig 😉 )

      Nun denn.

      • Na bitte!

        »Herr Kasteinecke kann offenbar nur in ganz starren Schablonen assoziieren (›denken‹ möchte ich seine hilflosen Verbalreflexe lieber nicht nennen).«

        Vielen Dank für das nochmalige Exemplifizieren meiner Diagnose, Herr Kasteinecke.

        Ich wünsche Ihnen ein schönes Weiterrackern im Mistberg der Sprücheklopfer! Und vergessen Sie bitte nicht, sich immer mal wieder empört greinend als unverstandenes Opfer bei der LZ-Redaktion zu beschweren. (Besonders dann, wenn naheliegende Vergleiche zwischen Ihnen und der Comic-Figur Tullius Destruktivus zu sehr ins Auge springen sollten.😉)

        SIE sind nicht der »Nuntius«, der »Überbringer einer Botschaft«, Herr Kasteinecke! SIE sind der vor hässlichem Eifer zitternde Durchlauferhitzer und Weiterverbreiter von menschenverachtenden Totschlagparolen (»die tgl. Einzeltaten wie Mord und Vergewaltigung bis hin zum Rizin-Tunesier«) und gehässigem Wunschdenken (»Unser aller Kanzlerin […] kämpft […] um ihr politisches Überleben.«), deren abgestandenen Schematismus Sie persönlich gar nicht begreifen. SIE sind die Streuvorrichtung am Heck des Dungkübels. Den Anhänger lenken SIE nicht über den Acker. »Es«, das allgemeine Straßengequatsche (Heideggers »Man«), der maulenden Eckenzischer, spricht in heruntergeschlonzten Floskel-Drops durch Sie hindurch. SIE, Herr Kasteinecke, sind bloß ein Werkzeug zum Ausbringen »toxischer Begriffe, die wie Pilze in unserem Unterbewusstsein ihre Fäden ziehen«, DAS ist IHRE Mission, Herr Kasteinecke. DAFÜR geben Sie sich her, weil Sie offenbar nichts anderes mehr zu tun haben.

        Der junge Journalist Justus Bender hat den Zusammenhang, in dem SIE als ein Mithechelnder in der ekelhaften Hetzkampagne stehen, die den programmatischen Kern IHRER »Partei« ausmacht, vor knapp vier Wochen auf den Punkt gebracht (→ Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 20. Mai 2018, Seite 10): »Manche Gifte wirken langsam. Im Grundsatzprogramm der AfD heißt es: ›In der Präsenz einer ständig wachsenden Zahl von Muslimen sieht die AfD eine große Gefahr für unseren Staat, unsere Gesellschaft und unsere Werteordnung.‹ Gemeint sind alle Muslime, ganz pauschal. Wenn der Satz eines Tages in den Ohren von genug Menschen wahr klingt, könnte jemand fragen, warum gegen diese Gefahr nicht vorgegangen wird. Eine Gefahr ist in der deutschen Sprache etwas, das beseitigt wird. Und wenn die Barbarei nur noch eine Assoziation entfernt ist, müsste der Spaß eigentlich aufhören.«

        Die Barbarei ist nur noch eine Assoziation entfernt!

        Aber werden Sie aufhören zu hetzen, Herr Kasteinecke?

        Oder kommt bald wieder, »wie der Strahl aus dem Gewölke kommt, / Aus Gedanken vielleicht, geistig und reif die Tat?«

  5. Norbert Kasteinecke

    Schade eigentlich, dass mein letzter Kommentar nicht veröffentlicht wurde, hat aber hoffentlich für ein Lächeln in der Redaktion gereicht.

    😉

    • @ NK
      Woher nehmen Sie eigentlich das Selbstverständnis, dass Ihnen hier ein Forum für Ihre Ergüsse geboten wird? ^^

      • Hallo Ingo, Sie fragen, woher Herr Kasteinecke „das Selbstverständnis“ nehme, vor allem und gerade ihm werde hier ein Forum für seine volkspädagogischen Beleerungen geboten. Der Größenwahn, auch Megalomanie, gehört zur Gruppe der wahnhaften Störungen, wobei Betroffene davon überzeugt sind, eine besonders wichtige Person („sagen Sie uns…“ / Pluralis Majestatis) zu sein oder besondere Talente zu besitzen, welche allen Menschen („Lieber Leser, …“) zugute kommen sollten, die aber ganz besonders von den Redakteuren der Landeszeitung stets für köstlich befunden und still, doch mit großer Andacht gewürdigt werden. Als Sonderformen findet man den politischen Wahn, den religiösen Wahn und die wahnhafte Erhöhung der eigenen Person („Ich möchte Ihnen Gelegenheit geben…“), welche meistens vom Weltverbesserungs- (Norbert) bzw. Welterneuerungswahn (Kasteinecke) und dem Omnipotenzwahn (Bundeskasper) begleitet werden. Der Größenwahn ist ein häufiges Erscheinungsbild bei bipolarer Depression im Stadium der Manie oder auch bei Schizophrenie. Die Ausprägungen des Größenwahns reichen von relativ geringfügigen, auf den ersten Blick kaum auffälligen Selbstüberschätzungen („Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf …“) bis hin zu extremen Vorstellungen, ein bedeutender LZonline-Kommentator („Das Glück haben wir ja…“) oder gar Gott zu sein („Ich unterstelle da mal …“). Nicht selten entwickeln Betroffene daher auch die Überzeugung, eine Art höheren Auftrag zu haben, d. h., die betroffene Person hält sich für die Reinkarnation einer großen Persönlichkeit, für einen Erlöser („Noch ein Ratschlag zum Wochenende …“) oder zumindest für seinen Propheten („Sie sollten auf die Ratschläge von Herrn Bruns hören …“). Manche Betroffene entwickeln dann einen Sendungswahn, um wenigstens die Leserschaft ihrer Lokalzeitung zu retten und auf den rechten (!) Weg zurück (!) zu führen (→ „Someone’s Wrong On The Internet“), wobei sie auch „über Leichen gehen“ (→ Tullius Destructivus). Die Tatsache, dass ein Kommentar von ihnen in der LZ nicht frei geschaltet wurde, nehmen sie erstens als Indiz, zumindest die spaßige Unterhaltung von deren Online-Redaktion erhoffen zu dürfen, und zweitens als Anlass, einen weiteren Kommentar zu schreiben, um Stadt und Erdkreis auf das Nichterschienensein des Vorangegangenen hinzuweisen.

        Ausgeführt in Anlehnung an: Werner Stangl (2018): Stichwort: ‚Größenwahn‘. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.

        • Norbert Kasteinecke

          Wir (Pluralis Majestatis) haben hier gerade viel Spaß.

          Irgendetwas muss ich ja wohl getroffen haben.
          Warum sonst dieser ganze Aufwand.
          Lieber Otto – Sie reden zu viel und sagen zu wenig.

          Wir nannten das früher einen Dampfplauderer.

          Nun denn – ich wünsche Ihnen eine entspannte Woche 😉

          • Was zu beweisen war:

            „Caeca invidia est nec quidquam aliud scit quam detrectare virtutes“ [Livius, ab urbe condita 38,49] („Blind ist der Neid, denn er kann nichts anderes als Vorzüge herabsetzen.“)

            Grüßen Sie Tullius Destructivus, falls Sie ihm im Spiegel begegnen sollten.

            Vielen Dank für die erwartete Mitarbeit bei Ihrer einwöchigen öffentlichen Selbstentblößung und auch weiterhin:

            Zwinkerzwonker, Norbert 😂

    • Norbert Kasteinecke
      16. Juni 2018 at 16:18

      Schade eigentlich, dass mein letzter Kommentar nicht veröffentlicht wurde, hat aber hoffentlich für ein Lächeln in der Redaktion gereicht.
      dieses gefühl , haben sie es öfters? sie meinen doch bestimmt: mit speck fängt man mäuse, oder? wie ist es, wenn lz-online kostenpflichtig werden würde, haben sie dann die gleichen gefühle über lz-redakteure?

  6. @Berni, Matthäus, Dirk Müller u.s.w.
    Noch einmal als Erinnerung:
    Beiträge, die offensichtlich unter falschen oder wechselnden Namen und Mail-Adressen verfasst werden, werden nicht veröffentlicht.
    Wer sich trotz mehrfacher Aufforderung nicht an diese Grundsätze hält, wird dauerhaft gesperrt.
    Elena Gulli (LZonline)

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