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Guess-Chef Paul Marciano (Mitte) tritt nach Belästigungsvorwürfen zurück.

Guess-Chef tritt nach Belästigungsvorwürfen zurück

Das Model Kate Upton beschuldigte Paul Marciano, Vorstandschef des US-Modelabels Guess, sie unsittlich berührt zu haben. Dann kamen immer mehr Vorfälle ans Licht. Deshalb gibt Marciano nun seine Chefposten auf – dem Unternehmen bleibt er aber vorerst erhalten.

Sexuelle Übergriffe gibt es auch in der Modebranche: Guess-Mitbegründer Paul Marciano hat wegen Belästigungsvorwürfen seinen Vorstandsposten geräumt, wie zuerst der „Spiegel“ berichtete. Nachdem mehrere Frauen Vorwürfe gegen den Marciano erhoben, forderte der Verwaltungsrat seinen sofortigen Rücktritt.

Seinen Chefposten hat Marciano mit sofortiger Wirkung aufgegeben, um eine reibungslose Übergabe zu gewährleisten bleibt er allerdings noch bis Januar Kreativdirector. Laut „Spiegel“-Informationen zeigte sich die Anwältin von vier mutmaßlichen Opfern enttäuscht von der Weiterbeschäftigung Marcianos: „Wir glauben nicht, dass ein von so vielen glaubwürdigen Belästigungsvorwürfen belasteter Mann irgendein Unternehmen führen kann – noch dazu eines, dass hauptsächlich an Frauen verkauft.“

Model Kate Upton belästigt

Marciano wird unter anderem vorgeworfen, gegenüber mehreren Frauen anzügliche Textnachrichten verschickt und sie gegen ihren Willen geküsst zu haben. Zu den Opfern soll auch das Model Kate Upton gehören. Sie sagte in einem Interview, er habe sie begrapscht und nach einer Abfuhr gekündigt.

Nach „Spiegel“-Informationen hätten externe Ermittler mehr als 40 Personen zu den Vorwürfen angehört und 1,5 Millionen Seiten Dokumente gesichtet. An fünf Frauen seien nach außergerichtlichen Einigungen bereits 425.000 Euro gezahlt worden.

Von RND/lf

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