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2017 lebten rund 370 Wölfe in Deutschland.

Wolf erschossen und mit Betongewicht in See versenkt

Spaziergänger machten bereits im Juni eine grausige Entdeckung: Ein Wolfkadaver trieb auf der Wasseroberfläche eines Tagebausees. Nach ersten Untersuchungen steht jetzt fest, dass das Tier erschossen und schließlich im See versenkt wurde. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Ein Wölfin soll in Ostsachsen getötet und dann in einem Tagebausee versenkt worden sein. Der Kadaver war bereits im Juni von Passanten in Mortka (Landkreis Bautzen) gefunden worden. Nach einer Untersuchung stehe nun fest, dass die einjährige Wölfin erschossen wurde, teilte das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ mit.

Spaziergänger hatten den Körper des Tieres auf der Wasseroberfläche in Ufernähe treiben sehen. Bei der Bergung wurde festgestellt, dass der Brustraum des Tieres Löcher aufwies und um den Bauch ein Strick gebunden war, an dessen anderem Ende ein Betongewicht befestigt war.

Wölfe stehen unter strengem Schutz

Wölfe sind nach EU-Recht und nach dem Bundesnaturschutzgesetz eine streng geschützte Art. Ihre unerlaubte Tötung ist eine Straftat. Das Landratsamt Bautzen stellte Strafanzeige, das Landeskriminalamt Sachsen ermittelt bereits. Seit 2009 wurden in Sachsen den Angaben zufolge bereits acht illegal getötete Wölfe festgestellt. In sieben Fällen waren die Tiere demnach geschossen worden, ein Wolf wurde vorsätzlich überfahren.

Nachdem sie lange verschwunden waren, leben Wölfe seit fast zwanzig Jahren wieder in Deutschland. Die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) hat im Jahr 2017 insgesamt 60 Rudel, 16 Wolfspaare und zwei Einzeltiere nachgewiesen. Geschätzt lebten im vergangenen Jahr demnach etwa 370 Wölfe in Deutschland.

Von RND/dpa

2 Kommentare

  1. Norbert Kasteinecke

    Da hat sich jemand nicht an die strenge Regelung gehalten :

    sss – schießen, schippen, schweigen.

  2. in meck- pom gibt es einen jäger und minister, der faselt von 1000 wölfen. sachsen und bayern , deren jäger sind meiner meinung nach überwiegend strolche. das bermuda dreieck der luchse in bayern ist der beste beweis. sie stecken unter einer decke. waffenschein kassieren, waffe einziehen und lebenslanger verbot eine jagd zu pachten. nur dieses hilft. die bemühungen zur aufdeckung ihrer straftaten halten sich leider auch bei deren polizei in grenzen. man könnte sich ja kennen.

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