Dienstag , 25. September 2018
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Polizeibeamte sichern den Ort eines Messerangriffs.

Sieben Verletzte bei Messerattacke in Paris

Ein Mann sticht in Paris auf Fußgänger ein, sieben Menschen werden zum Teil schwer verletzt. Der Tatverdächtige wird festgenommen, die Polizei geht vorerst nicht von einem terroristischen Hintergrund aus.

Ein mit einem Messer bewaffneter Mann hat am Sonntagabend in Paris wahllos auf Menschen eingestochen und dabei sieben Personen verletzt. Der Zustand von vier Verletzten galt als ernst, berichteten französische Medien am frühen Montagmorgen.

Der Täter sei Afghane und volljährig. Von einem terroristischen Hintergrund sei nicht auszugehen, teilte die Polizei mit. Ein Polizeibeamter sagte in der Nacht von Sonntag auf Montag, der Angriff habe sich nahe eines Kinos im 19. Arrondissement im Norden der Stadt ereignet. Informationen zur Identität weiterer Opfer lagen demnach nicht vor. Die Pariser Staatsanwaltschaft habe die Ermittlungen übernommen.

Der Mann habe am späten Sonntagabend vor einem Kino am Quai de la Loire im Norden der Metropole auf Passanten eingestochen. Kurz darauf versuchten zwei Männer, die in einer Grünanlage in der Nähe Boule gespielt hatten, den Messerstecher mit einem gezielten Wurf einer Kugel zu stoppen, streiften ihn aber nur mit dem Spielgerät. Daraufhin setzte der Täter seinen Weg fort und stach auf weitere Passanten ein. Unter den Verletzten waren zwei Touristen aus Großbritannien.

Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei setzte den Messerstecher schließlich außer Gefecht und nahm ihn fest. Über die Hintergründe der Tat lagen zunächst keine Informationen vor.

Von RND/dpa/AP