Mittwoch , 19. September 2018
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Paul McCartney spricht über die Zusammenarbeit mit Rapper Kanye West.

Paul McCartney über Kanye West: „Zusammenarbeit war verwirrend“

Ein Rapper und ein Ex-Beatle, die zusammen Musik machen wollen – das klingt nach einer Herausforderung. Paul McCartney und Kanye West haben es trotzdem versucht. Beim Songschreiben haben beide tatsächlich unterschiedliche Herangehensweisen, wie McCartney verraten hat.

„Etwas verwirrend“ – so beschreibt Paul McCartney (76) den Versuch, gemeinsam mit Rapper Kanye West (41) Songs zu schreiben. 2014 hatten die beiden sich „zwei oder drei Nachmittage in ein Bungalow hinter dem Beverly Hills Hotel in Los Angeles“, wie der Ex-Beatle dem Magazin „GQ“ verriet.

Das Angebot zu dem Treffen sei damals von West gekommen, so McCartney. Sie hätten viel geredet, der 76-Jährige habe ab und zu Gitarre und Klavier gespielt und Wests Toningenieur habe alles aufgenommen.

„Ich dachte, wir würden uns tatsächlich hinsetzen und einen Song auf die Art schreiben, wie ich einen Song zu schreiben pflegte“, sagte der britische Sänger. West habe stattdessen einen „Zutaten-Pool“ angelegt.

Dann hörte McCartney erst einmal mehrere Monate nichts mehr vom Rapper – bis schließlich der gemeinsame Song „Only One“ erschien. Nur mit Mühe habe McCartney erkannt, dass ein von ihm gespieltes Gitarren-Riff und sein Gesang – beide mit erhöhter Geschwindigkeit – in dem Song auftauchen. Es sei nicht seine gewohnte Arbeitsweise gewesen, der Song habe ihm aber trotzdem gefallen.

Auch der Rihanna-Titel „FourFiveSeconds“ entstand während der Bungalow-Treffen – und wurde zu McCartneys erfolgreichster Single seit mehr als 30 Jahren. „Ich empfinde es als Privileg, dass sie mich als ihrer Welt würdig empfinden“, sagte der Ex-Beatle. Er habe nicht geahnt, dass West und Rihanna ihn für einen passenden Musiker gehalten hätten. West wollte McCartney zufolge auch dessen kürzlich erschienenes Album „Egypt Station“ produzieren, was der allerdings ablehnte.

Von RND/dpa