Donnerstag , 15. November 2018
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Emma Coronel Aispuro, die Frau von „El Chapo“, vor dem Gerichtsgebäude, in dem der Prozess gegen ihren Mann stattfindet.

Bitte abgelehnt: „El Chapo“ darf Ehefrau während Prozess nicht umarmen

Er hatte den Richter darum gebeten, doch dieser lässt es nicht zu: Drogenboss Joaquín „El Chapo“ Guzmán darf seine Frau während des Prozesses gegen ihn nicht in den Arm nehmen.

Der ehemalige mexikanische Drogenboss Joaquín „El Chapo“ Guzmán darf seine Ehefrau auch während seines Prozesses in New York nicht umarmen. Eine entsprechende Bitte des 61-Jährigen wies Richter Brian Cogan am Donnerstag zurück.

Er habe Verständnis für die Bitte, so Cogan, aber die Sicherheitsvorschriften ließen dies nicht zu. Guzmán ist mit der früheren Schönheitskönigin Emma Coronel Aispuro verheiratet, die beiden haben zusammen sieben Jahre alte Zwillinge.

Der Prozess gegen den einst mächtigsten Drogenboss der Welt soll am Dienstag mit Eröffnungsplädoyers starten. In dieser Woche war zunächst eine zwölfköpfige Jury ausgewählt worden, die aus Sicherheitsgründen anonym über das Schicksal von Guzmán entscheiden soll.

Die US-Justiz wirft „El Chapo“ unter anderem Drogenhandel, Geldwäsche und das Führen einer kriminellen Organisation – des mexikanischen Drogenkartells Sinaloa – vor. Er soll tonnenweise Kokain und Heroin in die USA geschmuggelt und damit Milliarden verdient haben. Zudem soll der 61-Jährige für bis zu 3000 Morde verantwortlich sein.

Guzmán sitzt seit seiner Auslieferung an die USA im Januar 2017 in einem Hochsicherheitsgefängnis in New York. Ihm droht lebenslange Haft. Die Todesstrafe ist nach einer Einigung zwischen Mexiko und den USA ausgeschlossen. Das Verfahren wird nach Einschätzung von Richter Cogan mehrere Monate dauern.

Von RND/dpa