Aktuell
Home | Nachrichten | Panorama | Apotheker mit Axt getötet – er leitete syrischen Hilfsverein
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.

Apotheker mit Axt getötet – er leitete syrischen Hilfsverein

Passanten machen in einer Hamburger Fußgängerzone einen grausigen Fund: Ein schwerst verletzter Apotheker mit syrischen Wurzeln liegt auf der Straße, wenig später stirbt er. Eine Mordkommission ermittelt.

Ein in Hamburg-Harburg getötete Apotheker hat einen Verein geleitet, der sich in der humanitären Hilfe für Syrien engagierte. Nach eigenen Angaben lieferte dieser unter anderem Krankenwagen in das Bürgerkriegsland.

„Er war nicht nur in der humanitären Hilfe für Syrien engagiert, sondern unterstützte auch Geflüchtete bei der Integration in Harburg“, sagte der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Kazim Abaci am Donnerstag. Abaci hatte 2015 zusammen mit dem Apotheker an einer internationalen Konferenz des Vereins in Hamburg teilgenommen.

Der 48-Jährige war am Dienstagabend schwer verletzt auf der Straße gefunden worden. Er habe blutüberströmt in der Fußgängerzone Lüneburger Straße gelegen, teilte die Polizei mit. Trotz schwerster Verletzungen an Kopf und Oberkörper sei er zunächst noch bei Bewusstsein gewesen. Der 48-Jährige starb wenig später im Krankenhaus. Als mögliche Tatwaffe sei eine Axt sichergestellt worden, berichtete das „Hamburger Abendblatt“.Die Hintergründe der Tat sind nach Angaben der Polizei unklar.

Von RND/dpa