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Der Unfallort in Lehrte

Mädchen stirbt nach Unfall – Polizei ermittelt Müllwagenfahrer

Tödliche Verletzungen hat ein elf Jahre altes Mädchen bei einem Unfall am Freitagmorgen in Lehrte in Niedersachsen erlitten. Zeugen berichteten, dass sie von einem Müllwagen angefahren worden ist. Der Fahrer setzte seine Fahrt nach dem Unfall fort.

Auf dem Weg zur Schule ist am Mittwochmorgen eine Elfjährige an der Mielestraße in Lehrte bei Hannover lebensgefährlich verletzt worden. Als das Mädchen nach Angaben der Polizei gegen 7 Uhr hat an der Ecke von Mielestraße und Ostring die Straße überqueren wollte, wurde es angefahren.

Zeugen berichten, dass es sich bei dem Fahrzeug um einen Müllwagen handelte. Dessen Fahrer hielt jedoch nicht an, um sich um das Mädchen zu kümmern, sondern flüchtete. Die Polizei hat mittlerweile einen Tatverdächtigen ermittelt.

Mädchen überquert Straße bei Grün

Nach bisherigen Erkenntnissen war die Schülerin zu Fuß auf der linken Fußwegseite des Ostrings in Richtung des Pfingstangers unterwegs gewesen. In Höhe der Kreuzung wollte es den Ostring überqueren. Die für sie geltende Ampel habe Grün gezeigt, teilt die Polizei mit. Der bislang unbekannte Fahrer des Müllwagens, der mit seinem Fahrzeug stadtauswärts unterwegs war und von der Germaniastraße nach rechts in den Ostring einbiegen wollte, übersah das Mädchen offenbar.

Die Elfjährige erlitt bei dem Zusammenprall, den an der viel befahrenen Kreuzung mehrere Zeugen sahen, lebensgefährliche Verletzungen. Sie musste unter Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus gebracht werden, berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“.

Polizei ließ GPS-Daten prüfen

Der Müllwagenfahrer entfernte sich anschließend von der Unfallstelle. Der Verkehrsunfalldienst ermittelte am Freitagvormittag bis etwa 9.45 Uhr an der Unfallstelle. Dabei wurden einzelne Fahrspuren gesperrt, es kam zu Verkehrsbehinderungen. In unmittelbarer Nähe des Unfallorts hat das Recycling Unternehmen Hellmich seinen Sitz. „Die Polizei ist bereits bei uns gewesen“, sagt Geschäftsführer Matthias Hellmich.

Er ließ alle GPS-Daten seiner Fahrzeuge überprüfen. Dabei stellte er fest, dass keines seiner Fahrzeuge zum Zeitpunkt des Unfalls in der Nähe des Unfallorts gewesen ist. „Hoffentlich wird der Fall schnell geklärt“, sagt der Geschäftsführer. Auch die Unternehmen Remondis und aha haben inzwischen angegeben, dass von ihnen kein Fahrzeug am Freitagmorgen im Bereich der Unfallstelle eingesetzt war.

Kriseninterventionsteam in Schule

Markus Böhm, Leiter der Realschule in Lehrte, bestätigte am Mittag, dass es sich bei dem verunglückten Mädchen um eine seiner Fünftklässlerinnen handelt. Er werde jetzt das Kriseninterventionsteam seiner Schule zusammenrufen.

Es ist bereits der zweite tödliche Lkw-Unfall binnen weniger Wochen, bei dem ein Schulkind von einem abbiegenden Fahrzeug erfasst wurde. Ende November war eine 16-jährige Schülerin in Burgdorf von einem abbiegenden Lastwagen überrollt und tödlich verletzt worden. Im April 2018 war hatte es einen ähnlichen tödlichen Unfall in Hannover gegeben. Damals war ein elf Jahre alter Junge von einem abbiegenden Sattelzug erfasst worden.

Von Tobias Morchner/Achim Gückel/RND