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Eine Mutter gibt ihrem Baby die Milchflasche. (Symbolbild)

Weil sie ihr Baby nicht stillen darf: Leukämie-Patientin bittet um Muttermilch-Spenden

Vor einem Jahr erkrankte Rhiannon Lindley an Leukämie, ihre Tochter war da erst wenige Monate alt. Seitdem kämpft die 27-Jährige nicht nur gegen den Krebs, sondern kümmert sich auch liebevoll um ihr Baby. Mit einem außergewöhnlichen Spendenaufruf bewegt sie jetzt die Herzen der Menschen.

Es ist wohl einer der schlimmsten Schicksalsschläge, der eine jungen Mutter treffen kann: Vor etwa einem Jahr wird bei der 27-jährigen Rhiannon Lindley aus Springfield im US-Staat Missouri Leukämie diagnostiziert – zu diesem Zeitpunkt ist ihre Tochter Adelaide gerade einmal vier Monate alt. Nicht nur die Möglichkeit, dass ihre Tochter einmal ohne sie aufwachsen muss, bereitet der Mutter große Sorgen. Auch darf sie ihre Tochter während der Chemotherapie nicht stillen. Deshalb sammeln Freunde Muttermilch-Spenden – nach einem Jahr wird die Milch allerdings knapp.

Kurzerhand entscheidet sich die kranke Mutter für einen Spendenaufruf für Muttermilch bei Facebook. Der Post wurde mittlerweile über 8000 Mal geteilt. Darin erklärt sie auch, weshalb sie nach einem Jahr immer noch stillen möchte: „Ich verstehe, dass sie jetzt schon über ein Jahr alt ist, aber sie liebt ihre Milch immer noch sehr, sie bringt ihr großen Trost und sie wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus und die Spenden helfen mir, Infektionen und Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. Wenn Sie jemanden kennen, der bereit ist zu spenden, kontaktieren Sie uns bitte!“

Gerade einmal einen Tag später meldet sich Rhiannon Lindley erneut zu Wort: „Mein Post hat eine unglaubliche Menge an Menschen erreicht. Danke an alle, die den Post geteilt und an Adelaide gespendet haben. Sobald meine Freunde und ich alle Spender getroffen haben, werden die Vorräte an Muttermilch gefüllt sein, glaube ich.“

Doch die Sorge, ob die kleine Adelaide und ihre drei Geschwister irgendwann ohne ihre Mutter aufwachsen müssen, bleibt. Bei Facebook schreibt Lindley: „Ich kann mir ein Leben ohne meine Kinder nicht vorstellen… Niemand sollte seinen Kindern erklären müssen, dass er vielleicht stirbt.“

Aber es gibt Hoffnung. Noch stünden ihr etwa drei Jahre Chemotherapie bevor. „…aber was soll’s? Es gibt Besserung!!!“, freut sich Lindley bei Social Media.

Von RND/aw