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Mindestens 67 Menschen sind bei dem Unglück in Tlahuelilpan gestorben.

Benzinleitung in Mexiko explodiert: Zahl der Toten steigt auf 67

Bei einer gewaltigen Explosion in der mexikanischen Stadt Tlahuelilpan sind mehr als 60 Menschen gestorben, Dutzende wurden verletzt. Zuvor hatten sich ein Leck an einer Benzinleitung gebildet.

Flammen schlagen meterhoch aus der Pipeline in den schwarzen Nachthimmel über Mexiko. Menschen rennen in Panik schreiend in alle Richtungen davon. Videoaufnahmen zeigen das Chaos nach einer Explosion an einer Benzinleitung im Bundesstaat Hidalgo. Mindestens 67 Menschen kommen bei dem Unglück ums Leben. Ein Verletzter sei am Samstag im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen gestorben, teilte Gesundheitsminister Jorge Alcocer Varela mit. 75 Verletzte würden noch in verschiedenen Krankenhäusern behandelt.

Viele der Verletzten hätten schwere bis sehr schwere Verletzungen erlitten, sagte der Gouverneur des Bundesstaats Hidalgo, Omar Fayad. Einige Menschen seien von Angehörigen als vermisst gemeldet worden, berichtete ein Reporter des Fernsehsender „Milenio TV“. Es sei jedoch unklar, ob sie tot oder in einem Krankenhaus seien. Viele der Todesopfer seien zu stark verbrannt, um sie schnell identifizieren zu können. Im Tageslicht am Samstag zeigte sich das Ausmaß des Brandes – um die Pipeline ist die Erde meterweit schwarz verkohlt.

In der Nähe der Leitung hätten sich zum Zeitpunkt der Explosion am Freitagabend zwischen mehreren Hundert bis sogar tausend Menschen befunden, berichteten lokale Medien. An der Kraftstoff-Leitung in der Stadt Tlahuelilpan, rund 80 Kilometer nördlich von Mexiko-Stadt, hatte sich zuvor ein Leck gebildet, Anwohner näherten sich, um das Benzin in Eimern oder Kanistern mitzunehmen. Wie genau es zu der Explosion kam, war am Samstag noch nicht klar.

Benzin-Diebe sollen Leitung angezapft haben

Am Freitagnachmittag war nach Angaben des Fernsehsenders „Milenio TV“ ein Leck an der Leitung gemeldet worden. Pemex erklärte, es habe sich um einen illegalen Anzapf-Versuch an der Pipeline zwischen den Städten Tuxpan und Tula gehandelt. Benzin-Diebstahl ist ein großes Problem in Mexiko. Nach Pemex-Angaben wurde im vergangenen Jahr alle 30 Minuten versucht, illegal eine der Pipelines anzuzapfen. Hidalgos Gouverneur rief nach dem Unfall die Bevölkerung auf, sich nicht am Benzin-Klau zu beteiligen. Es sei lebensgefährlich, warnte Fayad auf Twitter. „Das ist heute in Tlahuelilpan passiert und es darf sich nicht wiederholen.“

Die Regierung geht seit Ende Dezember gegen den Kraftstoff-Diebstahl vor und ließ bereits einige Leitungen schließen. Der Sprit wird nun in bewachten Tanklastern transportiert. An den Tankstellen des lateinamerikanischen Landes führte das in den vergangenen Wochen zu langen Warteschlangen.

Von RND/dpa