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Ein Obdachloser schläft in Berlin. (Archiv)

Kältetod: Obdachloser in der Nacht erfroren

Passanten haben in Berlin eine schreckliche Entdeckung gemacht: Ein Obdachloser ist offenbar in der Kälte der Nacht erfroren. Der 55-Jährige ist womöglich der erste Kältetote in Berlin in diesem Jahr.

In der Nacht zu Sonntag ist in Berlin ein Obdachloser in der Kälte gestorben. Der 55-jährige russischstämmige Mann sei am Morgen bei Minusgraden auf einer Parkbank tot aufgefunden worden, bestätigte ein Polizeisprecher auf epd-Anfrage. Ob es sich um den ersten Kältetoten in Berlin in diesem Jahr handele, sei noch unklar. Hinweise auf Suizid oder Fremdverschulden gebe es nicht.

Die genaue Todesursache werde ermittelt, erklärte der Polizeisprecher weiter. Dazu müsse zunächst das Obduktionsergebnis abgewartet werden. Auch die kommenden Nächte werden in Berlin kalt mit Temperaturen deutlich im Minusbereich.

In der Bundeshauptstadt leben Schätzungen zufolge bis zu 10.000 Menschen auf der Straße. Um Obdachlose vor der Kälte zu schützen, ist derzeit unter anderem der Berliner Kältebus unterwegs. Zudem stehen Notübernachtungsplätze der Berliner Kältehilfe zur Verfügung.

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Von RND/epd