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Ein Schild mit der Aufschrift "Reserviert für Frauen" hängt auf einem Parkplatz.

Mann klagte: Frauenparkplätze werden neu beschildert

Eine Frau wird auf einem Parkplatz vergewaltigt. Daraufhin lässt die Stadt Eichstätt Frauenparkplätze ausweisen und wird verklagt. Ein Mann sah sich und Frauen dadurch diskriminiert – nun wurde eine Einigung erzielt.

Im Streit um Frauenparkplätze in Eichstätt (Bayern) hat sich die Stadt mit dem Kläger geeinigt. Vor dem Verwaltungsgericht München kündigte die oberbayerische Kommune am Mittwoch an, ihre Frauenparkplätze neu zu beschildern. Sie folgte damit der Empfehlung des Gerichts.

Die neuen Schilder sollen deutlich zeigen, dass sie lediglich eine Empfehlung sind – also auch Männer ohne Konsequenzen auf Frauenparkplätzen parken dürfen. „Das ist ein Sieg für die Frauenparkplätze in ganz Deutschland“, sagte der Verwaltungsdirektor der Stadt Eichstätt, Hans Bittl, im Anschluss.

Im Jahr 2016 entschied sich die Stadt Eichstätt nach der Vergewaltigung einer Frau, dort Frauenparkplätze auszuweisen, berichtet das „ZDF“.

Rheinländer fühlte sich diskriminiert

Ein 26-Jähriger aus dem Rheinland, der sich bei einem Besuch in Eichstätt von den Frauenparkplätzen diskriminiert fühlte, hatte gegen die Stadt geklagt. Er sah nicht nur Männer, sondern auch Frauen dadurch diskriminiert – weil Frauenparkplätze aus seiner Sicht suggerieren, dass Frauen schwach und besonders schutzbedürftig seien.

Auf die Frage der Diskriminierung ging das Gericht am Mittwoch allerdings nicht ein. Es gehe nur um die Ausgestaltung der Schilder, betonte der Vorsitzende Richter. Stadt und Kläger einigten sich darauf, dass die strittigen Schilder bis Ende Februar abgebaut und ersetzt werden. Die Stadt hatte sich nach der Vergewaltigung einer Frau im Jahr 2016 entschieden, die Frauenparkplätze auszuweisen.

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Von RND/dpa/ka