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Eine Hauskatze. (Symbolbild)

160 Haustiere aus vermüllter Drei-Zimmer-Wohnung gerettet

Unter schrecklichen Verhältnissen leben 160 Haustiere in einer Drei-Zimmer-Wohnung in Kiel. Erst im Rahmen einer Zwangsräumung werden die Tiere entdeckt – für einige kommt jede Hilfe zu spät.

160 verwahrloste Tiere sind im Rahmen einer Zwangsräumung aus einer Drei-Zimmer-Wohnung in Kiel gerettet worden. „Es war in der Wohnung sehr vermüllt und somit sehr schwierig, die scheuen Tiere überhaupt einzufangen, denn sie ließen sich teilweise gar nicht anfassen“, sagte Elisabeth Haase, Leiterin des Tierheims Uhlenkrog, den „Kieler Nachrichten“. Es werde vermutet, dass beim Halter eine psychische Störung, das sogenannte „Animal Hording“, vorliegt. Der englische Begriff bezeichnet das krankhafte Sammeln von Tieren.

Insgesamt 18 Katzen, 34 Kaninchen, ein Hamster, 52 verschiedene Vögel und 50 Meerschweinchen befanden sich in der Drei-Zimmer-Wohnung. Haase zeigte sich überrascht, dass in Anbetracht der Menge an Tieren und des starken Geruchs in der Wohnung niemand früher auf den Missstand aufmerksam geworden sei.

Nach der Zwangsräumung konnten die Mitarbeiter des Tierheims nur noch den Tod von sieben Meerschweinchen und Kaninchen feststellen. Zwei Tiere mussten eingeschläfert werden, sie hatten Tumore entwickelt. Daneben steht einer Katze noch eine Operation bevor. Der Rest der Tiere soll bald wieder vermittelt werden.

Von RND/aw