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Peta will Kutschfahrten durchs Watt verbieten

33 Unfälle mit Kutschen gab es im vergangenen Jahr, zehn Menschen und vier Pferde starben dabei. Die Tierschutzorganisation Peta will nach einem neuerlichen Vorfall nun ein Verbot von Kutschfahrten durchsetzen.

Die Tierrechtsorganisation Peta will Kutschenfahrten im Watt verbieten. Nach einem schweren Unfall am Donnerstag zwischen Cuxhaven und der Insel Neuwerk haben die Tierschützer von Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) und dem Cuxhavener Landrat Kai-Uwe Bielefeldt ein Wattkutschenverbot gefordert.

„Die Tierrechtsorganisation warnt seit vielen Jahren vor den Risiken bei der Nutzung von Pferden vor Kutschen“, hieß es in einer Pressemitteilung. Zuvor hatte die Zeitung „Die Welt“ darüber berichtet.

33 Unfälle mit zehn Toten im vergangenen Jahr

Danach sind im vergangenen Jahr in Deutschland bei insgesamt 33 Pferdekutschen-Unfällen zehn Menschen getötet und 62 verletzt worden, darunter zahlreiche schwer. Außerdem seien vier Pferde ums Leben gekommen und vier weitere Tiere verletzt.

Die mit Abstand häufigste Unfallursache sei, dass sich Pferde erschreckten. Laut Peta sind Unfälle mit Kutschen so folgenreich, weil „Sicherungsvorrichtungen wie Gurte und Airbags“ fehlten, die Beleuchtung mangelhaft und die Bremssysteme unzureichend seien.

In Schleswig-Holstein werden Kutschfahrt mit Pferd und Wagen durchs Watt von Nordstrand aus zur Hallig Südfall zwischen April und Oktober angeboten.

Von RND/dpa