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Bock Anton (rechts) darf wieder zurück in den Saarbrücker Wildpark. Zum Glück – denn dort war er laut des Forstleiters sehr beliebt.

Wildgehege hat keinen Bock mehr

Ein Wildgehege in Bayern muss seinen Bock hergeben – der Anton wurde nämlich aus dem Saarbrücker Wildpark gestohlen. Dort wurde er schmerzlich vermisst – schließlich war der Steinbock Anton sehr beliebt.

Zu früh gefreut: Ein Wildgehege bei Passau muss einen erst vor kurzem erstandenen Steinbock wieder zurückgeben. Denn Anton, so heißt der Bock, war nur Hehlerware, wie sich jetzt herausstellte. Rechtmäßiger Besitzer ist der Saarbrücker Wildpark. Ein Mann aus Hessen soll ihn gestohlen und an das Wildgehege in Niederbayern verkauft haben, wie die Polizei in Saarbrücken am Dienstag mitteilte.

Bock Anton ist in seinem Forst sehr beliebt

Im Zuge einer Fahndung war danach der 13 Jahre alte und 100 Kilo schwere Bock aufgespürt worden. Nun wurde er in die Heimat zurückgebracht: „Wir freuen uns, dass er wieder zurück ist“, sagte Forst-Leiter Ralf Blechschmidt. Anton sei „aufgrund seiner Erscheinung und seines sanften Wesens“ sehr beliebt.

Die Ermittler gingen davon aus, dass der 54 Jahre alte Tatverdächtige den Bock fachmännisch narkotisierte und aus dem Park in Saarbrücken stahl. Offensichtlich sei nach dem Verkauf an das Gehege in Bayern der Weiterverkauf des Tieres nach Polen beabsichtigt gewesen, teilte die Polizei weiter mit. Der mutmaßliche Täter habe für den Alpensteinbock mit großem Gehörn 6000 Euro bekommen.

Von dpa/RND