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WhatsApp ist kostenlos – darauf weist die Polizei noch einmal hin.

Gefälschte WhatsApp-Mails: Täter wollen Kreditkartendaten

Zurzeit sind wieder Betrüger im Netz unterwegs, die sich Gerüchte zunutze machen, dass WhatsApp nicht mehr kostenlos sein soll. Das LKA Niedersachsen warnt davor, auf solche Mails hereinzufallen – die Cyberkriminellen wollen so an Kreditkartendaten kommen.

Immer wieder kommen Gerüchte auf, dass WhatsApp nicht kostenlos ist. Das machen sich Betrüger zunutze. So warnt zurzeit das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen vor Cyberkriminellen, die WhatsApp-Nutzer per Mail auffordern, ihr Jahresabo zu verlängern – und so an Kreditkartendaten gelangen wollen.

Über eine Phishingmail behaupten die Täter dem LKA zufolge, dass das Jahresabonnement innerhalb von 48 Stunden verlängert werden müsste. Als Betreff stehe meist „Fahrkarte“ sowie eine Nummer in der Zeile. Das LKA vermutet, dass „Fahrkarte“ eine schlechte Übersetzung für den Begriff „Ticket“ sein soll, der häufig mit einer Nummer verwendet wird, um Anfragen zu ordnen.

Betrugsmail schlägt verschiedene WhatsApp-Preismodelle vor

Die Mail erhalte außerdem einen Link, der zu einer Seite führe, die drei Preismodelle vorschlage, die mit Kreditkarte bezahlt werden könnten – entweder für ein, drei oder fünf Jahre. Anschließend müssen die Kreditkartendaten eingegeben werden. Zugangsdaten zu WhatsApp-Diensten würden nicht erfragt, woraus das LKA schließt, dass es den Tätern um die Kreditkartendaten geht.

Ob der angebliche Abo-Preis von der Karte gebucht wird, könne das LKA noch nicht sagen. Es handelt sich dabei um Preise zwischen 99 Cent und 3,71 Euro. Abgefragt wird außerdem eine Mobilfunknummer. Wofür diese genutzt werden soll, ist dem LKA noch nicht bekannt. Die Eingabe einer Testnummer habe keine Wirkung gezeigt.

Hinweis des LKA: WhatsApp ist kostenlos

Das LKA weist noch mal explizit darauf hin, dass WhatsApp kostenlos ist und es sich bei solchen Mails um eine Betrugsmasche handelt. Wer darauf reingefallen sei, sollte sein Kreditinstitut sowie die Polizei informieren.

Hier zeigt das LKA Niedersachsen Screenshots von den Betrügermails.

Von RND/hsc