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Der Angeklagte (links) hat die Tat gestanden.

16 Jahre alter Mordfall – 55-Jähriger steht vor Gericht

Weil eine 57-jährige Frau seiner Ehefrau einen Job weggenommen haben soll, hat ein Mann vor 16 Jahren gemordet. Zum Prozessauftakt in Freiburg hat der Mann gestanden, die Frau erstochen zu haben.

Mehr als 16 Jahre nach dem Mord an einer Reinigungsfrau in Bad Krozingen bei Freiburg hat der Prozess gegen einen 55 Jahre alten Deutschen begonnen. Der Mann habe die Frau im Januar 2003 entführt und mit zahlreichen Messerstichen getötet, sagte Staatsanwalt Tomas Orschitt zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Freiburg am Dienstag.

Er habe sich mit der Tat dafür rächen wollen, dass die Reinigungsfrau seiner Lebensgefährtin die Position als Vorarbeiterin weggenommen habe. Der Mann war nach einem Hinweis aus seinem Bekanntenkreis im vergangenen September und damit mehr als eineinhalb Jahrzehnte nach der Tat festgenommen worden. Er sitzt seither in Untersuchungshaft.

In ein Auto gezerrt, entführt und erstochen

Die 57 Jahre alte Frau, die aus Karlsruhe stammte, war in Bad Krozingen auf dem Parkplatz vor einer Klinik in ihr Auto gezerrt und entführt worden. Sie hatte in dortigen Kliniken für eine Reinigungsfirma gearbeitet. Rund neun Wochen später, im März 2003, war sie einige Kilometer entfernt in einem Wald bei Ehrenkirchen von einer Spaziergängerin nackt und erstochen gefunden worden. Die Tat blieb fast 16 Jahre lang unaufgeklärt.

Für den Prozess sind sechs Verhandlungstage geplant. Ein Urteil könnte es demnach am 11. März geben.

Von RND/dpa