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Verwirrung um den Fall eines 93-Jährigen aus Bad Segeberg.

93-Jähriger übernachtet im Auto: Aufregung um vermeintlichen Notfall

Ein Senior aus Bad Segeberg hatte angegeben, seit Wochen im Auto schlafen zu müssen, weil er keine bezahlbare Wohnung finde. Am Tag danach stellt sich die Geschichte anders dar – der Vermieter des Mannes widerspricht, der Rentner selbst handelte offenbar verwirrt.

Wirbel um einen Rentner aus Bad Segeberg: Nachdem die „Lübecker Nachrichten“ berichtet hatten, dass der 93-Jährige seit Wochen in seinem Auto auf dem Marienkirchhof schläft, rollt eine Welle der Hilfsbereitschaft: Hotels boten Unterkunft, Bürger wollten spenden, Rechtsanwälte boten kostenlose Unterstützung. Tatsächlich scheint die Geschichte aber weniger dramatisch. „Das war nur eine Nacht, nicht drei Wochen“, korrigiert der betagte Senior am Tag danach. Auch der Vermieter widerspricht am Mittwoch der Version des 93-Jährigen, der offenbar verwirrt handelte.

Zunächst hatte der Mann berichtet, mangels bezahlbarem Wohnraum im Auto schlafen zu müssen. An die kalten Nächte habe er sich gewöhnt, sagt der betagte Senior: „Mit Decken und einem dicken Federbett geht das“, sagte er zunächst.

Erste Hilfe vom Central-Gasthof

Erste Hilfe gibt es nun vom Central Gasthof: „Das kann doch nicht sein. Es ist für mich unvorstellbar, im Auto schlafen zu müssen“, sagt Chefin Katrin Schumacher und bietet dem Senior ein Zimmer an. Kostenlos und bis zum 17. März, danach macht das Hotel Urlaub. „Außerdem ist es nicht weit von seiner Lebensgefährtin.“

Die Zimmerzusage aus dem Innenstadthotel wäre nur eines von vielen Hilfsangeboten, seit sich die Lage von Hugo Kagel in den sozialen Netzwerken wie ein Lauffeuer verbreitet hat. Der Sozialdienst des Kreises hat sich gemeldet, Rechtsanwälte und Rentenberater wollen ihn unterstützen.

In einer ursprünglichen Version dieses Artikels hieß es, der Rentner habe drei Wochen lang in seinem Auto übernachtet. Diese Angabe korrigierte der Mann gegenüber den „Lübecker Nachrichten“.

Von RND/LN