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Aktivisten haben den Schriftzug „#MeToo“ auf das Bein der Figur von Greta Zimmer Friedmann gesprüht.

#MeToo-Schriftzug auf „Times-Square-Kuss“ entdeckt

In Florida haben Unbekannte den Schriftzug „#MeToo“ auf die berühmte Statue „Time-Square-Kuss“ gesprüht. Zum Tod des Matrosen George Mendonsa am Wochenende waren Vorwürfe gegen den berühmten Seemann laut geworden.

Kurze Zeit nach dem Tod des Matrosen George Mendonsa haben Unbekannte im US-Bundesstaat Florida die historische Statue beschmiert. Die Polizei Sarasota teilte Fotos, die den Schriftzug „#MeToo“ auf dem „Time-Square-Kuss“ zeigen, via Twitter. Der geschätzte Schaden beläuft sich demnach auf 1000 US-Dollar.

Die Statue zeigt den berühmten Kuss, der sich am 14. August 1945 auf dem Times Square ereignet hatte und seither als Symbol für das Ende des Zweiten Weltkriegs bekannt ist. Erst 40 Jahre später wurden die Küssenden identifiziert. Dabei handelte es sich um den Matrosen George Mendonsa und die jüdische Krankenschwester Gerta Zimmer Friedmann.

Die berühmte Szene wird aus heutiger Sicht allerdings auch kritisiert. Einige Aktivisten sind der Meinung, das Bild zeige einen sexuellen Missbrauch. Friedman selbst gab an, dass der Moment für sie kein romantischer gewesen sei: „Ich habe ihn nicht geküsst. Er hat mich einfach geküsst. Er hielt mich einfach fest“, sagte die Krankenschwester der „Library of Congress“. Sie starb bereits im Jahr 2016.

Auch in der Biografie des Fotografen Alfred Eisenstaedt, der die Aufnahme schoss, hieß es, dass Mendonsa willkürlich „jedes weibliche Wesen“ geküsst habe. Die #MeToo-Bewegung setzt sich seit mehr als einem Jahr für Frauenrechte und gegen Missbrauch, Belästigung und Sexismus ein. Der Hashtag verbreitete sich weltweit nachdem die sexuellen Missbrauchsfälle um Filmmogul Harvey Weinstein bekannt geworden waren.

Von RND/mkr