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Mit dem Fuß zwischen Gas- und Bremspedal hängengeblieben: Ein Autofahrer ist am Montag in das Rathaus der Stadt Wolgast gefahren.

Mann bleibt mit Fuß am Gaspedal hängen – und fährt in Rathaus

Mit einem lauten Rums ist am Montagmittag ein Auto ins Technische Rathaus der Stadt Wolgast gefahren. Der Fahrer blieb unverletzt – selbst der Bürgermeister eilte zu Hilfe.

In Mecklenburg-Vorpommern ist ein Autofahrer am Montagmittag in das Rathaus der Stadt Wolgast gefahren. Gegen 11.15 Uhr fuhr der Wagen in die Briefkastenanlage des Rathauses und die Hausfront – weil der Fahrer des Ford Fiesta nach Polizeiangaben mit dem Fuß zwischen Gas- und Bremspedal hängengeblieben war. Er verlor daraufhin die Kontrolle über das erst zwei alte Fahrzeug und kollidierte mit dem Rathaus.

Genau darüber im ersten Stock befinden sich die Diensträume von Wolgasts Bürgermeister Stefan Weigler (parteilos), der sich zu diesem Zeitpunkt mit seinen Fachdienstleitern in der Dienstberatung befand. „Es gab einen fürchterlichen Knall“, beschreibt das Stadtoberhaupt den Aufprall.

Nach Unfall: Bürgermeister ruft den Rettungswagen

Da sofort ein großer Menschenauflauf zu verzeichnen war, habe er die Beratung unterbrochen und sei vors Rathaus gegangen. Dort standen an die 30 Leute, um zu schauen, was da wohl passiert sei. „Ich habe gesehen, dass der Beifahrer verletzt war und gefragt, ob schon jemand einen Rettungswagen gerufen hat“, sagt er.

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Weil sich dafür noch niemand interessiert hatte, habe er den Rettungsdienst gerufen. Der 86-Jährige sei daraufhin ins Krankenhaus gebracht worden. „Dem Unfallverursacher war zum Glück nichts passiert. Aber er hatte einen Schock. Wir haben dem Mann daraufhin erst mal einen Stuhl in unserer Anmeldung angeboten, damit er sich von dem Schreck erholt“, so Weigler. Er sei froh, dass nichts Schlimmeres passiert sei, da zum Unfallzeitpunkt gerade niemand auf dem Gehweg unterwegs war.

Gesamtschaden beträgt knapp 11.000 Euro

Die Freiwilligen Feuerwehren Wolgast und Hohendorf nahmen die ausgelaufenen Betriebsstoffe auf. Ein Abschleppunternehmen barg den schwer beschädigten Pkw, der nun Schrott ist. Laut Polizei beträgt der Gesamtschaden knapp 11.000 Euro.

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Von RND/Cornelia Meerkatz/Tilo Wallrodt