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Eine Schlammlawine tötet im Januar mehr als 200 Menschen.

Überlebender eines früheren Dammbruchs unter Opfern von Brumadinho

Im Jahr 2015 überlebte er die Folgen eines Dammbruchs. Nun verlor dieser Mann bei dem verheerenden Dammbruchvor rund zwei Monaten nahe Brumadinho im Südosten Brasiliens sein Leben.

Fast zwei Monate nach dem verheerenden Dammbruch an einer Eisenerzmine nahe Brumadinho im Südosten Brasiliens mit mehr als 200 Toten ist die Leiche eines Mannes identifiziert worden, der Medienberichten zufolge 2015 einen anderen Dammbruch überlebt hatte. „Es ist egal, was von ihm gefunden wurde, ob es nur ein Haar ist“, zitierte das Nachrichtenportal Uol am Mittwoch eine Tante des 32-jährigen Schweißers. „Nach so viel Trauer war es unsere Hoffnung, ihm ein würdiges Begräbnis geben und ihn in unserer Nähe haben zu können“.

Der Damm an der Eisenerzmine Córrego do Feijão im Staat Minas Gerais war am 25. Januar gebrochen und hatte eine gigantische Schlammlawine freigesetzt. Sie rollte über Menschen, Häuser und Tiere hinweg und ergoss sich zehn Kilometer weiter in den Fluss Paraopeba. 209 Tote seien bisher identifiziert worden, teilte der Zivilschutz am Mittwoch mit. 97 Menschen werden demnach immer noch vermisst.

Ein Bruder des Schweißers hatte Anfang Februar Medien gegenüber erzählt, der Mann habe den Dammbruch von 2015 an der ebenfalls im Staat Minas Gerais gelegenen Mine nahe dem Ort Mariana überlebt. Damals starben 19 Menschen. Sein Bruder sei an jenem Tag zum Essen außerhalb der Mine gewesen, doch diesmal habe er in der Kantine des Minenbetreibers Vale gegessen. Dieses und andere Vale-Gebäude lagen in unmittelbarer Nähe des Damms und wurden als erste von der Schlammlawine erfasst. Die Justiz von Minas Gerais ermittelt, um die Verantwortung für die Katastrophe zu klären.

Von RND/dpa