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Michael Schuchardt ist mit Therapiehündin Antonia bei der unheilbar kranken Lotta und ihrer Mutter Sandra Rathgeber zu Besuch.

Viel Unterstützung für unheilbar kranke Lotta – Besuch von einem Therapiehund

Die vierjährige Lotta aus Potsdam ist unheilbar krank – niemand weiß, wie viel Zeit dem Mädchen noch bleibt. Die Anteilnahme an ihrem Schicksal ist groß. Jetzt bekam sie Besuch von einem Therapiehund.

Anfang März wurden bei Lotta zwei sehr seltenen Untergruppen einer spinozerebellären und einer spastischen Ataxie diagnostiziert. „Bisher ist in Deutschland kein Fall davon bei Kindern in ihrem Alter bekannt“, so Sandra Rathgeber gegenüber der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“.

Seit der Diagnose ist für die alleinerziehende Mutter Sandra Rathgeber nichts mehr, wie vorher. „Man steht neben sich, sieht sich selbst zu. Alltag kann man das nicht nennen. Es ist ein Alptraum“, so die vierfache Mutter gegenüber der „MAZ“. Umso glücklicher ist sie über die Hilfe, die völlig fremde Menschen ihr anbieten.

Therapiehund Antonia besucht kranke Lotta

Einer der ersten war Michael Schuchardt, der mit Therapiehunden Krankenhäuser, Kindertagesstätten, Senioren- und Pflegeheime besucht. Seit einem Jahr begleitet er mit seinen tierischen Helfern auch todkranke Kinder. Dass auch Lotta nicht mehr lange leben könnte, ging ihrer Mutter immer wieder durch den Kopf. „Es ist bei mir aber noch nicht so richtig angekommen“, sagt Sandra Rathgeber der „MAZ“.

Für Lotta ist der Besuch von Therapiehündin Antonia eine willkommene Abwechslung. Es wird gespielt, gekuschelt und gefüttert. Das kleine Mädchen scheint wieder richtig aufzublühen. Und auch Mutter Rathgeber genießt laut dem Bericht den Besuch von Antonia.

Zukunft des Mädchens ist ungewiss

„Wie es weiter geht, das kann uns niemand genau sagen. Nur, dass Lotta nicht so alt wird wie ihre Geschwister heute sind.“ Die älteste der drei Schwestern ist fünfzehn, die jüngste neun. „Ich habe es noch nie einfach gehabt in meinem Leben“, sagt Sandra Rathgeber zur „MAZ“. „Ich habe viel Schlimmes erlebt, ich musste immer kämpfen – aber jetzt hat es das Leben zum ersten Mal geschafft, mich in die Knie zu zwingen.“

Von RND