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Beim Öffnen des Handschuhfachs entdeckten Beamte der Guardia Civil einen Migranten. Quelle: Guardia Civil

Spanische Polizei findet Migranten im Handschuhfach von Auto

Es sind schockierende Bilder, die die spanische Grenzpolizei jetzt veröffentlicht hat: Ein Migrant liegt eingepfercht hinter dem Handschuhfach eines Autos, in einem anderen Fall liegt ein Migrant eingezwängt an einem Motorblock.

Noch immer machen sich unzählige Menschen auf den gefährlichen Weg von Afrika nach Europa, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Die spanische Exklave Melilla schottet sich deshalb mit meterhohen Grenzzäunen von Marokko ab – was zu teils kuriosen Versuchen führt, um die Kontrollen an der Grenze zu passieren. Ein besonders erschreckender Fall des Menschenschmuggels sorgt jetzt in Spanien für Schlagzeilen.

Die Guardia Civil, eine spanische Polizeieinheit, die für die Sicherung der Grenze von Melilla nach Marokko zuständig ist, teilte am Samstag mit, dass in der Grenzstadt Beni-Enzar innerhalb weniger Stunden in vier Fahrzeugen Migranten in Hohlräumen gefunden wurden.

Männer lagen eingezwängt zwischen Armaturenbrett und Motorblock

Im Internet veröffentlichte die Guardia Civil nach der Kontrolle erschreckende Bilder: Einen der Migranten entdeckten die Beamten, als sie das Handschuhfach öffneten – der junge Mann lag zusammengepfercht zwischen Armaturenbereich und Motorblock.

Ein weiteres Foto zeigt einen jungen Mann, ebenfalls Anfang 20, auch er eingezwängt im Motorraum eines Mercedes. Hinter dem Rücksitz eines Fahrzeugs war ein 15 Jahre altes Mädchen versteckt. „Sie lagen alle in sehr gefährlichen Positionen“, schrieb die Polizei in der Mitteilung. Das Mädchen litt zudem unter Kreislaufproblemen, sie wurde medizinisch versorgt.

Die Fahrer der drei Autos wurde festgenommen. Sie sind den Angaben zufolge 19, 30 und 31 Jahre alt.

Von RND/seb

Beim Öffnen des Handschuhfachs entdeckten Beamte der Guardia Civil einen Migranten.