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In England hat ein Mann vier lebendige Fuchsbabys an seine Hunde verfüttert. Quelle: picture alliance / blickwinkel/M

Tierquäler verfüttert lebende Fuchsbabys an seine Hunde

Ein Jäger aus England hat vier lebendige Fuchsbabys an seine Hunde verfüttert. Ein Gericht entschied jetzt, der Mann darf seine Hunde weiter halten. Das Entsetzen bei Tierschützern ist groß.

In England hat ein Mann seine Hunde mit lebendigen Fuchswelpen gefüttert. Ein Gericht verurteilte ihn nun wegen Tierquälerei – doch die Hunde darf er weiter behalten.

Der 40-Jährige wurde dabei gefilmt, wie er die wehrlosen kleinen Füchse in den Zwingern zu seinen Hunden wirft. Die Tiere sollten laut einem Bericht des „Independent“ so darauf trainiert werden, Füchse zu töten. Auf dem Video sei demnach zu sehen, wie der Mann, ein ehemaliges hochrangiges Mitglied des South Herfordshire Jagdvereins, seinen Hunden die Fuchsjungen zum Fraß vorwirft. Die Kamera soll von Tierschutzaktivisten an dem Zwingern platziert worden sein, nachdem sie Informationen erhalten hatten, dass der Halter gegen das Tierschutzgesetz verstoße. Auf der Aufnahme sei auch zu sehen, wie der 40-Jährige zwei tote Tiere im Müll entsorgt.

Tierquäler erhält Bewährungsstrafe

Der Angeklagte wurde zu einer 16-wöchigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Die Empörung unter Tierschützern ist groß. „Dies ist nicht genug, dies ist keine Gerechtigkeit für die Fuchsjungen. Die Justiz hat ihre Pflicht zum Schutz wild lebender Tiere verletzt“, teilte die Tierschutzorganisation „Hunt Investigation Team“ gegenüber dem „Independent“ mit.

Vor allem die Entscheidung des Gerichts, dass der Mann seine Jagdhunde weiter halten darf, stößt bei vielen auf Unverständnis. „Der Fall ist absolut entsetzlich und zeigt nichts als pure Grausamkeit und völlige Missachtung des Lebens eines Tieres“, sagte der britische Abgeordnete Sir David Amess, der sich gegen die Fuchsjagd einsetzt.

Das Gericht begründete seine Entscheidung laut dem Bericht mit dem Hinweis: „Wir denken, die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Auftretens ist minimal.“

Von RND/mat

In England hat ein Mann vier lebendige Fuchsbabys an seine Hunde verfüttert.