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Trophäen und Erinnerungsstücke von Boris Becker werden seit Montagabend zwangsversteigert. Quelle: Tobias Hase/dpa

Zwangsversteigerung von Trophäen von Boris Becker gestartet

Ein schwerer Schlag für Boris Becker: Seit Montagabend werden Trophäen und Erinnerungsstücke des insolventen Ex-Tennisstars online versteigert. Er war bereits im vergangenen Jahr dagegen angegangen, nun kam es trotzdem dazu.

London. Insgesamt 82 Gegenstände aus dem Besitz von Tennis-Legende Boris Becker werden in einer etwa zweieinhalbwöchigen Online-Auktion zwangsversteigert. Sie begann am frühen Montagabend und wird am 11. Juli mit dem Verkauf an die Höchstbietenden enden. Das teilte das britische Auktionshaus Wyles Hardy & Co in Hemel Hempstead bei London mit.

Becker war im Juni 2017 von einem britischen Gericht für zahlungsunfähig erklärt worden. Zahlreiche Gegenstände sollten daraufhin von dem Auktionshaus meistbietend versteigert werden, um Geld für die Gläubiger einzutreiben. Dazu gehörten beispielsweise Pokale, Medaillen und Tennisschläger, aber auch Persönliches wie Uhren und ein Paar Socken des 51-Jährigen.

Boris Becker sah durch Zwangsversteigerung Würde verletzt

Der dreifache Wimbledon-Sieger sah durch die Versteigerung seine Würde verletzt. Beckers Anwälte hatten die Auktion Ende Juni 2018 daher in letzter Minute durch eine einstweilige Verfügung gestoppt. Danach gab der Ex-Tennisstar an, er genieße diplomatische Immunität und könne daher nicht belangt werden – er sei zum Sport-Attaché in der EU-Vertretung der Zentralafrikanischen Republik berufen worden. Das Außenministerium des bitterarmen Staates widersprach dem jedoch.

Schließlich erklärte Becker im vergangenen Dezember, er mache seinen Diplomatenstatus nicht länger geltend. Das Konkursgericht verlängerte den Insolvenzstatus Ende 2018 auf unbestimmte Zeit. Zu der Misere um seine finanziellen Verhältnisse kam auch noch die Trennung von seiner Ehefrau Lilly nach neun Ehejahren hinzu.

Von RND/dpa