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Der Straßenstrich an der Kürfürstenstraße in Berlin soll Verrichtungsboxen bekommen. Quelle: picture alliance / Rolf Kremming

Berliner Bezirk will „Sex-Boxen“ am Straßenrand testen

Sicheres Arbeiten für Prostituierte ohne Belästigung für die Anwohner: In Berlin sollen ab kommendem Jahr Verrichtungsboxen für den Straßenstrich getestet werden.

Berlin. Schon seit Längerem klagen die Anwohner des Bezirks Tempelhof-Schöneberg über benutzte Kondome und Sex auf der Straße. Jetzt will die Stadt den Problemen mit Prostitution in der Öffentlichkeit mit sogenannten Verrichtungsboxen entgegenwirken, wie unter anderem „rbb“ berichtet.

Die Sex-Boxen sollen die Probleme des Straßenstrichs an der Kurfürstenstraße lösen. Ursprünglich kommen die Boxen aus Holland, sind aber auch bereits in anderen Deutschen Städten wie Köln oder Bonn etabliert. Es handelt sich dabei meist um eine Art großen Carport, in dem Trennwände den Blick in die nebenstehenden Autos verhindern. Die Straßen-Prostituierten werden in Bonn etwa mit Wachleuten geschützt, in Köln gibt es auf der Beifahrerseite Notrufknöpfe.

Im Video: Leben auf Deutschlands größtem Straßenstrich

Wo genau die Verrichtungsboxen in Berlin aufgestellt werden sollen, sei derzeit noch nicht entschieden. Eine Möglichkeit sei unter der U2 am Bülowbogen, wie Bürgermeisterin Angelika Schöttler dem „rbb“ sagte. Zunächst sollen die Boxen nur für Fußgänger und Radfahrer erreichbar sein. Die Testphase soll im nächsten Jahr starten.

Von RND/mat