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Tatort: Ein Kameramann filmt einen Spielplatz, in dessen Nähe eine junge Frau von einer Gruppe Jugendlicher überfallen und sexuell missbraucht worden ist. Quelle: Roland Weihrauch/dpa

Nach Gruppenvergewaltigung: Rückführung der Familien nicht möglich

Im Fall der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer jungen Frau durch fünf Jugendliche im Alter von zwölf bis 14 Jahren können die Familien der Tatverdächtigen nicht in ihr Herkunftsland Bulgarien zurückgeführt werden.

Mülheim/Ruhr. Die Familien der Tatverdächtigen im Fall der mutmaßlichen Vergewaltigung in Mülheim an der Ruhr können nicht in ihr Herkunftsland Bulgarien zurückgeführt werden. Das habe eine Prüfung der Stadt ergeben habe, sagte Sprecher Volker Wiebels am Freitag. Der WDR hatte berichtet.

Im Grundsatz ist eine Rückführung möglich

Die Voraussetzungen für eine Rückführung seien nicht gegeben. Nach EU-Recht sei eine Rückführung aus Deutschland im Grundsatz möglich, wenn „jemand keine Arbeit hat, keine Arbeit sucht und auch nicht nachweisen kann, dass er eine sucht“, erläuterte der Sprecher. Bulgarien gehört zur Europäischen Union.

Vater eines Verdächtigen hat bei der Stadt Arbeitsvertrag vorgelegt

In einem Fall sei der Vater eines Verdächtigen am Donnerstag mit einem druckfrischen Arbeitsvertrag bei der Stadt erschienen. In einem anderen Fall sei ein 14 Jahre alter Verdächtiger zwar bei Verwandten in Mülheim untergekommen, aber bei seinen Eltern in einer anderen Stadt gemeldet. In drei weiteren Fällen konnten die Familien Einkommen nachweisen.

Mit der Prüfung habe man ausloten wollen, ob die Freizügigkeit der Familien der fünf Verdächtigen eingeschränkt werden könne.

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Von dpa/rnd