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Auf Tinder fand die 34-Jährige jede Menge verheiratete Männer.

Frau meldet sich bei Tinder an – und stellt Ehebrecher an den Pranger

Sie wurde von ihrem Ehemann mehrfach betrogen, nach der Trennung suchte sie auf Tinder einen neuen Partner – und fand jede Menge Ehebrecher. Sie recherchierte zu den Männern – und outete diese bei ihren Partnerinnen.

Washington. Eine 34-jährige Frau aus Washington hat es sich zur Aufgabe gemacht, Ehebrecher auf Tinder zu finden und ihre Partnerinnen aufzuspüren. Fünf potentielle Ehebrecher hat sie inzwischen geoutet, sagt sie der „Daily Mail“. So will die Amerikanerin verhindern, dass anderen Frauen das passiert, was ihr widerfahren ist. „Es war furchtbar, dass so viele wussten, dass ich betrogen werde und mir niemand etwas gesagt hat“, sagt sie.

Dabei war Erin Colleen eigentlich nur auf der Suche nach neuem Liebesglück. Nachdem ihr Ehemann sie mehrfach betrogen hatte, trennten sich die beiden. Die Single-Mutter hatte aber wieder Lust auf einen neuen Partner und meldete sich bei der Dating-App Tinder an. Dann sei sie allerdings schockiert darüber gewesen, wie viele Männer in ihrem Profil stehen hatten, dass sie verheiratet waren oder nur nach etwas diskretem suchten. Und von dieser Art Mann hatte Colleen genug.

Fremde Personen in sozialen Medien zu finden, ist ihr Job

Da sie als Datenauswerterin die nötigen Kenntnisse hatte, begann sie im Leben der Männer zu recherchieren – und fand schließlich in fünf Fällen die Partnerinnen hinter den Tinder-Profilen. Die Frauen seien zwar entsetzt gewesen, gleichzeitig aber auch dankbar. „Eine Frau schrieb mir eine Nachricht, dass sie sich wünsche, es gäbe mehr Leute wie mich“, heißt es in dem Artikel. Die Frau sei Krankenschwester und habe 80 Stunden in der Woche gearbeitet, um ihren vier Kindern eine Reise ins Disneyland zu ermöglichen. Manche Frauen schlossen sich auch mit Colleen zusammen, um mehr Beweise zu sammeln und den Mann zu überführen.

Und so wurde aus Colleens Mission, selbst einen neuen Lebenspartner zu finden, die Mission, andere Frauen vor Unglück zu bewahren. Wenn sie auf einem Profil entdecke, dass der Mann vergeben sei, trete sie sofort in Kontakt mit ihm. „Ich mache das, um andere Frauen zu beschützen“, sagt die Mutter. Inzwischen hat sie ihr Engagement auch auf Facebook und Snapchat ausgeweitet. Durch ihre Arbeit habe sie die Möglichkeit, nur mit dem Vornamen binnen einer Stunde die Familie des Betrügers ausfindig zu machen, sagt sie. Manchmal kontaktiert sie auch die Mütter der Männer.

RND/msk