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Ein Bengal-Tiger gähnt in einem Zoo. (Archivfoto) Quelle: picture alliance / dpa

Autofahrer meldet Tiger im Bayerischen Wald

Ein großes Tier mit auffälligen schwarz-orangen Streifen – das kann nur ein Tiger sein, ist ein Autofahrer in Bayern sicher. Die Polizei bleibt allerdings skeptisch.

Zwiesel. Streift ein Tiger durch den Bayerischen Wald? Das meldete zumindest ein Autofahrer der Polizeiinspektion in Zwiesel (Landkreis Regen). An der Bundesstraße 11 wollte der Mann im Dunkeln ein Raubtier mit den auffälligen schwarz-orangen Streifen gesehen haben.

Till Hauptmann, Leiter der Dienststelle, glaubt an eine Verwechslung. „Möglicherweise war es ein großer Hund, der an der Straße eine Runde gedreht hat“, sagte er am Mittwoch. „Wenn wirklich ein so großes Tier unterwegs wäre, würde man das merken. Einen Tiger kann man nicht übersehen.“ Es sei auch nur bei einer einzigen Meldung geblieben. „Seitdem hat niemand irgendwo im Bayerischen Wald einen Tiger gesehen.“

War es wirklich ein Tiger – oder doch ein Hund, Wolf oder Luchs?

Wie mehrere Medien nach dem Vorfall von Montagabend berichtet hatten, fiel der Verdacht zunächst auf einen Zirkus, der in der Nähe gastierte. Der hat laut Polizei aber nur Kleintiere im Programm, von denen auch keines vermisst wurde. Im Bayerischen Wald sind viele wilde Tiere daheim, zum Beispiel Wölfe und Luchse. „Und es gibt vereinzelt mal Elche, die aus Tschechien rüberkommen.“ Und falls es doch ein Tiger war? „Die Beamten halten natürlich die Augen offen im Rahmen des Streifendienstes“, versprach Hauptmann.

RND/dpa