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Landwirte fühlen sich von Katjes verunglimpft. Quelle: picture alliance/dpa

Nach Werbevideo: Katjes unter Druck – Werberat fordert Stellungnahme

Nach der Veröffentlichung des umstrittenen Werbevideos fordert der Werberat von Katjes eine Stellungnahme. Landwirte hatten zuvor Beschwerde gegen das Süßwarenunternehmen eingelegt, sie fühlen sich von einer Werbung für vegane Schokolade verunglimpt.

Berlin/Emmerich. Der Deutsche Werberat hat das Süßwarenunternehmen Katjes aufgefordert, sich zu Vorwürfen gegen den umstrittenen Werbespot für vegane Schokolade zu äußern. Das sagte die Leiterin des Rats, Katja Heintschel von Heinegg. Eine Sprecherin von Katjes bestätigte, die Aufforderung des Werberats erhalten zu haben. Die Vorwürfe würden nun geprüft, hieß es von dem Unternehmen mit Sitz in Emmerich. Weitere Details könne man derzeit nicht nennen.

In einem am Montag auf Facebook veröffentlichten Video zeigt Katjes in düster gezeichneten Bildern, wie zahlreiche Kühe im Gleichschritt zu Melkanlagen laufen. Eine Stimme sagt: „Jedes Leben ist wertvoll. Und Kühe sind keine Milchmaschinen.“ Das Unternehmen wirbt damit für eine vegane Schokolade, die mit einem Haferdrink hergestellt wird.

„Das ist diskriminierend und ungerechtfertigt.“

„Der Clip ist eine sehr einseitige und überzogene Visualisierung von Massentierhaltung“, kritisierte Heintschel von Heinegg. Es werde suggeriert, dass alle Molkereien ihre Tiere so hielten und jeder Milchkonsument Tiere ausbeute. Zuvor hatte bereits Markus Drexler vom Bayerischen Bauernverband getwittert: „Das ist diskriminierend und ungerechtfertigt.“ Für den Fall, dass Katjes den Werbespot nicht löscht, kann der Werberat das Unternehmen öffentlich rügen.

Der Rat habe den Fall nun zudem an die Wettbewerbszentrale weitergeleitet, sagte Heintschel von Heinegg. Diese prüfe, ob das Werbevideo gegen das Wettbewerbsrecht verstoße.

RND/dpa