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Symbolbild: Die Gefahr vor Felsabbrüchen sorgt für die Evakuierung mehrerer Haushalte. 70 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

70 Schwarzwald-Anwohner dürfen wegen lockerer Felsen nicht in ihre Häuser

Im Schwarzwald sind die Felsen lose: Dies hat zur Folge, dass rund 70 Bewohner ihre Häuser verlassen mussten. Bis die Felsen stabilisiert sind, gilt ein Betretungsverbot – und zwar vermutlich bis Anfang Dezember.

Todtnau. Wegen tonnenschwerer lockerer Felsen dürfen rund 70 Bewohner eines Wohngebietes in Todtnau im Schwarzwald voraussichtlich bis Anfang Dezember nicht zurück in ihre Häuser. Es bestehe Lebensgefahr, sagte Bürgermeister Andreas Wießner (parteilos) am Freitag. Die Betroffenen würden in Hotels untergebracht.

In einem Hang über dem Wohngebiet seien zwei lockere Granitfelsen entdeckt worden. Nach Ansicht von Experten besteht die Gefahr, dass diese ins Tal stürzen. Ihre Kraft reiche aus, Hauswände zu durchschlagen. Betroffen sind Wießner zufolge 15 Häuser. Auch ein Spielplatz ist gesperrt. Die Arbeiten zur Felssicherung dauerten bis zu sechs Wochen. In dieser Zeit dürfe niemand das Gebiet betreten.

Sicherung mit Stangen, Netzen und Zäunen

Geplant ist den Angaben nach, die zwei Felsbrocken mit Stangen, Netzen und einem Zaun dauerhaft zu sichern. Dies übernimmt eine Spezialfirma. Wer das Betretungsverbot ignoriere, müsse mit Strafen rechnen, sagte Wießner. Die Feuerwehr hatte die Häuser am Mittwochabend geräumt. Zuvor hatten Experten die Felsen untersucht und Alarm geschlagen.

Schon im März hatte sich in dem Gebiet den Angaben nach ein tonnenschwerer Felsblock gelöst und war in den Garten von Häusern gerollt. Verletzt wurde damals laut den Behörden niemand.

RND/dpa