Donnerstag , 5. Dezember 2019
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In Hamburg kam es an Halloween in verschiedenen Stadtteilen zu Vorfällen und Auseinandersetzungen. Quelle: -/TeleNewsNetwork/dpa

200 junge Randalierer bewerfen Polizisten an Halloween mit Eiern

An Halloween ziehen Schauergestalten von Tür zu Tür – und verlangen Süßes von den Bewohnern. Wer diesem Wunsch nicht nachkommt, muss sich auf „Saures“ gefasst machen. In einigen deutschen Städten schossen Feiernde darüber nun deutlich hinaus.

Hamburg. Mit dem Spruch „Süßes oder Saures“ auf den Lippen ziehen Verkleidete an Halloween von Tür zu Tür. Wer nichts Süßes anbieten kann, dem drohen Streiche. In mehreren deutschen Städten haben die Auswüchse des Brauches vor dem Wochenende die Polizei auf Trab gehalten – in vielen Fällen handelte es sich dabei allerdings eher um Vandalismus als um harmlose Halloween-Streiche.

Im Hamburger Stadtteil Allermöhe bewarfen rund 200 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Polizisten mit Eiern und zündeten Pyrotechnik. Verletzte gab es nicht, wie ein Sprecher der Hamburger Polizei am Donnerstagabend sagte. Mit verstärkter Polizeipräsenz habe man die Lage in den Griff bekommen. Im Stadtteil Harburg sei ein Polizeiwagen mit Eiern beworfen worden, in Bahrenfeld kam es nach einem Eierwurf zu einer kleineren Schlägerei. Im Vergleich zu den Vorjahren sei es aber „ziemlich ruhig geblieben“, sagte der Sprecher.

Eierwürfe gegen Wohnhäuser und Autos

Etwas anders fiel das Halloween-Fazit der Polizei im Süden Hessens aus: Mehr als 20 Vorfälle verzeichnete das Polizeipräsidium Südhessen am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag. „Dabei handelte es sich hauptsächlich um Eierwürfe gegen Wohnhäuser und Autos“, berichteten die Beamten am Freitag. In Mörfelden und Raunheim wurden Eier auf fahrende Autos geworfen, in Rüsselsheim von einer Brücke. Weitgehend ruhig blieb es dagegen in der Hauptstadt. Vereinzelt seien in Berlin etwa Eier auf Fahrzeuge geworfen worden, größere Vorkommnisse habe es aber nicht gegeben, teilte die Polizei mit.

Hoch her ging es auch in Teilen Nordrhein-Westfalens. Wegen „halloweentypischer Einsätze“ rückte die Polizei etwa in Hamm, Kerpen und Gelsenkirchen aus. Unter anderem kümmerten sich die Beamten um Eierwürfe, Vandalismus, Ruhestörungen und teils auch um Körperverletzungen, die gemeldet wurden. Weitgehend ruhig blieb es dagegen in der Hauptstadt. Vereinzelt seien in Berlin etwa Eier auf Fahrzeuge geworfen worden, größere Vorkommnisse habe es aber nicht gegeben, teilte die Polizei mit.

RND/dpa