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In Thailand ist ein Jugendlicher nach einem tagelangen Gaming-Marathon gestorben. Quelle: Christin Klose/dpa-tmn

Computerspielesucht: Jugendlicher stirbt nach Gaming-Marathon

Ein 17-Jähriger ist in Thailand nach einem Gaming-Marathon gestorben, Ärzte gehen von einem Schlaganfall aus. Er hatte offenbar mehrere Tage und Nächte mit einem Battle-Game verbracht.

Udon Thani. In Thailand ist ein Jugendlicher nach einem tagelangen Gaming-Marathon gestorben. Das berichtet die britische Zeitung „The Sun“.

Laut dem Bericht war der Junge seit Ende Oktober nicht mehr zur Schule gegangen und hatte dann ganze Tage und Nächte mit einem Battle-Game verbracht. Nach Angaben der Eltern hatte der 17-Jährige während des Tages stets die Vorhänge in seinem Kinderzimmer geschlossen, um sich auf das Computerspiel konzentrieren zu können. Die Eltern hätten ihm Essen ins Zimmer gebracht und versucht, ihn an dem tagelangen Spielen zu hindern – ohne Erfolg.

Diagnose: Schlaganfall

Der tote Körper des 17-Jährigen wurde von seinem Vater gefunden. Der junge Mann war neben seinem Schreibtisch zusammengebrochen. Der leblose Körper lag zusammengesackt neben dem Computer-Tower auf dem Boden. Auf dem Tisch hätten sich die Fastfood-Boxen gestapelt, heißt es in dem Artikel.

Ärzten zufolge sei der junge Mann an einem Schlaganfall gestorben, vermutlich ausgelöst durch das Computerspielen ohne jegliche Pause.

Vater hat Sohn gewarnt

Der Vater des 17-Jährigen bezeichnet seinen Sohn gegenüber der Zeitung als gamingsüchtig. Er sei schlau und immer gut in der Schule gewesen – hätte aber ein massives Problem mit seiner Sucht gehabt. Der Vater habe seinen Sohn immer wieder vor den möglichen Folgen gewarnt – vergeblich.

Seit 2018 führt die Weltgesundheitsorganisation Computerspielabhängigkeit offiziell als Krankheit.

RND/msc

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