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Ein Verteilzentrum der Deutschen Post brennt. Quelle: Philipp Weitzel/dpa

Verteilzentrum der Deutschen Post in Flammen – Probleme bei Zustellung

In einem Gebäude der Post bricht ein Feuer aus. Der Schaden ist erheblich, Briefe und Pakete bleiben aber verschont. Die Post sucht nun nach einem Ersatzgebäude.

Alsfeld. In einem Verteilerzentrum der Deutschen Post in Osthessen ist am Donnerstagabend ein Feuer ausgebrochen. „Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehrere Hunderttausend Euro“, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag. Unmittelbar nach dem Unglück war zunächst von einem Millionenschaden die Rede gewesen. Menschen wurden nicht verletzt. Postkunden im Raum Alsfeld (Vogelsbergkreis) müssen jedoch mindestens einen Tag auf Pakete und Briefe warten.

Laut Ermittlern hatte ein Bürger die Flammen bemerkt, die aus dem Dach des Verteilerzentrums schlugen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brannte der mittlere Hallenbereich des 60 mal 20 Meter großen Gebäudes. Viele Feuerwehren der Region rückten mit insgesamt 100 Einsatzkräfte an und löschten den Brand.

Akkus von Postzustellfahrrädern explodiert

Probleme bereiteten laut Polizei mehrere Postzustellfahrräder, die in dem Gebäude standen. Deren Akkus explodierten bei dem Brand. Eine weitere Schwierigkeit sei die Wärmedämmung auf dem Dach gewesen, die stark gebrannt habe. Man habe allerdings verhindern können, dass sich das Feuer auf andere Gebäude ausdehnt.

Die Kriminalpolizei begann am Freitag mit Brandermittlern des Landeskriminalamtes die Ursache des Feuers zu suchen. Es gebe aber bisher keine Anhaltspunkte für Brandstiftung. „Möglicherweise ist das Feuer in Folge eines technischen Defekts ausgebrochen“, erklärte der Polizeisprecher.

Post sucht „händeringend“ eine Ausweich-Immobilie

Laut der Deutschen Post handelte es sich bei dem Gebäude um einen Zustellstützpunkt, von dem aus ein Gebiet mit einem Radius von 30 Kilometern rund um Alsfeld versorgt wird. Da die Pakete und Briefe für Freitag noch nicht geliefert worden seien, befanden sich nur wenige Sendungen im Inneren. Diese seien auch nicht beschädigt worden. „Wir gehen davon aus, dass bis auf die Immobilie nichts in Mitleidenschaft gezogen wurde“, sagte Postsprecher Thomas Kutsch. Auch die Zustellfahrzeuge auf dem Hof seien unversehrt. Die Feuerwehr hatte zuvor vermutet, dass vermutlich auch Briefe und Pakete verbrannt waren.

Am Freitag gab es für die Menschen im Raum Alsfeld keine Post. Man werde am Samstag wieder die Paketzustellung aufnehmen und auch versuchen, die Briefzustellung in Gang zu bringen, erklärte Kutsch. Dafür suche man aber „händeringend“ eine Ausweich-Immobilie.

RND/dpa