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In das Geburtshaus von Adolf Hitler soll eine Polizeistation einziehen. Quelle: imago images / Kai Horstmann

Signal an Neonazis: Polizei zieht in Hitlers Geburtshaus

Aus Sorge davor, das Geburtshaus Hitlers könnte zur Pilgerstätte für Rechtsgesinnte avancieren, wurde die ehemalige Besitzerin enteignet. Jetzt soll das Haus in eine Polizeistation umfunktioniert werden – was der Hintergrund ist.

Braunau am Inn. Das Geburtshaus von Adolf Hitler in Braunau am Inn soll künftig von der Polizei genutzt werden. Wie das Innenministerium am Dienstag mitteilte, sollen das Bezirkspolizeikommando und die Polizeiinspektion Braunau nach einer Umgestaltung des Gebäudes dort einziehen. Für die Umgestaltung werde noch im laufenden Monat ein EU-weiter Architektenwettbewerb gestartet. Mit einem Ergebnis des Wettbewerbs sei im ersten Halbjahr 2020 zu rechnen.

„Durch die zukünftige Nutzung des Hauses durch die Polizei soll ein unmissverständliches Zeichen dafür gesetzt werden, dass dieses Gebäude für immer einer Erinnerung an den Nationalsozialismus entzogen ist“, erklärte Innenminister Wolfgang Peschorn.

Ehemalige Hitlerhaus-Besitzerin nach Enteignung entschädigt

Der spätere Diktator Adolf Hitler (1889-1945) hatte seine ersten Lebensmonate in dem Gebäude verbracht. Das Hitlerhaus ist nach einer Enteignung seit Anfang 2017 im Besitz der Republik Österreich. Die Enteignung und Umgestaltung sollen verhindern, dass das Areal zu einer Pilgerstätte für Neonazis wird. Die Enteignung hatte zu einem längeren Rechtsstreit zwischen der früheren Besitzerin und dem Staat um die Höhe der Entschädigung geführt. Bisher flossen 812.000 Euro an die frühere Besitzerin.

RND/dpa