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In einem Wildpark in NRW wurde ein Uhu freigelassen. Das Tier starb später in freier Wildbahn. (Symbolbild) Quelle: imago images/imagebroker

„Tierretter“ lassen Uhu frei – Er verhungert in freier Wildbahn

Unbekannte haben in einem Wildpark in NRW einen Uhu freigelassen. Das Tier war nicht an ein Leben in freier Wildbahn gewöhnt – es wurde einige Tage später tot aufgefunden. Der Wildpark vermutet, dass Tierschützer hinter der Tat stecken.

Anrsberg. Unbekannte haben im Wildpark Vosswinkel im sauerländischen Arnsberg einen Uhu aus seiner Voliere befreit – mit schlimmen Folgen. Das Tier verhungerte. Es war nicht an ein Leben in freier Wildbahn gewöhnt.

Wie der WDR berichtet, wurde der tote Uhu am Dienstag im Wildpark gefunden. Schon in den vergangenen Wochen und Monaten hatten sich laut dem Bericht die Fälle von Freilassungen gehäuft. Ein von Hand aufgezogener Waldkauz wurde noch im Januar auf ähnliche Weise freigelassen. Der Wildwald geht davon aus, dass es sich bei den Tätern um selbst ernannte Tierschützer handelt.

„Freilassung kommt einem Todesurteil gleich“

Beim Wildpark handelt es sich um eine Auffangstation für Vögel. Schlechte Haltungsbedingungen bei Privatbesitzern sorgen häufig dafür, dass Behörden Uhus und andere Greifvögel beschlagnahmen. Sie kommen dann zur Pflege in den Wildpark im Sauerland.

„In einer Greifvogelstation wird versucht, sie aufzupäppeln und auf lebende Beute zu trainieren. Gelingt das nicht, kommen die Tiere zu uns, um nicht eingeschläfert zu werden“, so Wildwald-Betriebsleiterin Anneli Noack gegenüber dem Sender. Darauf weisen auch Schilder im Wildpark hin.

Die Volieren dieser Nachtgreifvögel zu öffnen komme demnach einem Todesurteil gleich. So wie bei dem sieben Jahre alten Uhu, der jetzt tot aufgefunden wurde.

RND/msc