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Der 22-jährige, mutmaßliche Täter muss sich vor Gericht verantworten. (Symbolbild) Quelle: picture alliance / imageBROKER

Rassistischer Übergriff auf Rollstuhlfahrer: Nun wird Anklage erhoben

In Chemnitz hat ein 22-Jähriger einen Rollstuhlfahrer aus Libyen brutal angegriffen. Dafür muss er sich nun vor Gericht verantworten. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft handelte der mutmaßliche Täter aus ausländer- und behindertenfeindlichen Motiven.

Chemnitz. Ein Chemnitzer, der einen Libyer in einem Rollstuhl auf der Straße angegriffen und beschimpft haben soll, muss sich vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage am Amtsgericht Chemnitz wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Diebstahl erhoben, wie die Behörde am Montag mitteilte. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft handelte der 22-Jährige aus ausländer- und behindertenfeindlichen Motiven. Ein Hauptverhandlungstermin steht noch nicht fest.

Der 22-Jährige soll seinem Opfer im September unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, das daraufhin aus seinem Rollstuhl auf die Straße stürzte. Den am Boden liegenden Mann soll der Angreifer getreten und nochmals geschlagen haben. Zeugen hatten versucht, den Libyer vor den Angriffen zu schützen und ihn wieder in seinen Rollstuhl gesetzt. Der 22-jährige Deutsche soll sein Opfer anschließend noch mehrfach mitsamt Rollstuhl umgeworfen und den Rollstuhl fortgeschleudert haben. Letztendlich stahl er der Anklage zufolge eine Lautsprecherbox aus einer Tasche des Mannes.

RND/dpa