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In Augsburg brennen am Königsplatz Kerzen und sind Blumen niedergelegt. Quelle: Stefan Puchner/dpa

Feuerwehrmann auf offener Straße totgeschlagen – Entsetzen in Augsburg

Ein Mann wird auf offener Straße attackiert und stirbt, ein weiterer wird verletzt. Warum es zu der Konfrontation mit einer Gruppe junger Männer kam, ist noch unklar. Der Haupttäter und ein Mittäter wurden festgenommen.

Augsburg. Im Fall des getöteten Augsburger Feuerwehrmannes vermeldet die Polizei einen Fahndungserfolg. Der Haupttäter sei ermittelt und festgenommen worden, teilte das bayerische Innenministerium am Sonntag mit. Außerdem wurde ein Mittäter festgenommen. Warum es zur Tat kam, ist noch unklar.

Die Ehefrau des Opfers, die die Attacke auf ihren Mann mitansehen musste, konnte wegen ihres psychischen Zustandes bisher noch nicht vernommen werden, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte.

Bei einem Streit mit einer Gruppe junger Männer war in der Augsburger Innenstadt am Freitagabend ein 49 Jahre alter Mann angegriffen und getötet worden. Zusammen mit seiner Frau und einem befreundeten Ehepaar war das spätere Opfer in der Innenstadt unterwegs, als sie auf die Gruppe stießen. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, kam es aus noch unbekannter Ursache zum Streit.

Menschen legten Blumen am Tatort nieder

Zum Tathergang ist bisher bekannt, dass einer der jungen Männer aus der Gruppe dem Opfer gegen den Kopf schlug. Der 49-Jährige aus dem Landkreis Augsburg stürzte und blieb am Boden liegen. Auch der 50-jährige Begleiter wurde geschlagen und im Gesicht verletzt, die Frauen wurden dagegen nicht angegangen. Notärzte versuchten noch, den 49-Jährigen wiederzubeleben – jedoch ohne Erfolg: Der Mann starb noch im Rettungswagen. Er war Mitglied der Berufsfeuerwehr Augsburg. Die Kripo richtete eine 20-köpfige Ermittlungsgruppe ein.

Nach der tödlichen Attacke herrschte in der Stadt Trauer und Entsetzen. Am Tatort, dem zentralen Königsplatz, legten Menschen am Samstagabend Blumen nieder, Kerzen und Grablichter brannten. Am Sonntag gedachten etwa 100 bis 150 Feuerwehrleute ihrem getöteten Kameraden. „Sie wollten an der Stelle von ihm Abschied nehmen, wo er getötet wurde“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Kerzen wurden entzündet und Blumen niedergelegt.

Seehofer bestürzt über tödliche Attacke in Augsburg

Innenminister Horst Seehofer (CSU) zeigte sich bestürzt über die Tat: „Was mich wirklich aufgewühlt hat, ist, dass in Augsburg ein friedfertiger Bürger totgeschlagen wurde, schlichtweg totgeschlagen wurde. So etwas wühlt mich auf“, sagte er im Bayerischen Fernsehen.

Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) schrieb auf Facebook, die Stadt sei Schauplatz einer folgenschweren Gewalttat geworden. „Unser aller Mitgefühl gehört den Hinterbliebenen des Verstorbenen, seinen Freunden und Kollegen bei der Stadt Augsburg, insbesondere den Kameradinnen und Kameraden bei der Berufsfeuerwehr.“

RND/dpa