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Ein Bär wurde in Vietnam aus seiner Gefangenschaft gerettet. (Symbolbild) Quelle: Christophe Gateau/dpa

Tierschützer retten Bären, der 30 Jahre in winzigem Käfig eingesperrt war

Er hat ein Leben in langer Gefangenschaft hinter sich: In Vietnam wurde nun ein Bär aus einem engen Käfig befreit. Gehalten wurde er dort aus medizinischen Zwecken – ihm wurde Bärengalle entnommen. Doch das ist in dem Land seit mehr als zehn Jahren verboten.

Es ist leider kein Einzelfall: In Vietnam wurde nun ein Bär von Tierschützern gerettet, der 30 Jahre in einem sehr kleinen Käfig eingesperrt worden sein soll. Der Grund für die Gefangenschaft des Tieres: Die Besitzer zapfen unter qualvollen Bedingungen Gallensaft aus den Tieren, um daraus Medizin zu machen. Das berichtet RTL.

Demnach griff die Tierschutzorganisation Vier Pfoten ein und holte das Tier nun aus dem winzigen Käfig. Immer wieder kommt es dem Bericht zufolge in Vietnam dazu, dass Bären über Jahre eingesperrt werden, um Bärengalle zu gewinnen, die dann als Heilmittel genutzt wird. In Vietnam soll es mehr als 100 solcher Bärenfarmen geben, bis zu 450 Bären sollen unter schlechten Bedingungen in dem Land in Gefangenschaft leben.

Entnahme von Bärengalle verboten

Und das, obwohl die Entnahme der Bärengalle seit 2005 verboten ist, wie RTL berichtet. Denn es gebe synthetische und pflanzliche Alternativen mit der gleichen Wirkung. Eingesetzt wird die Bärengalle zur Behandlung von Augen- und Leberbeschwerden.

Das nun gerettete Tier wurde laut dem Bericht erst mal in Quarantäne gebracht, wo es auf Krankheiten untersucht werde.

RND/hsc