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Nach dem Vulkanausbruch vor der Küste Neuseelands gelten noch immer acht Menschen als vermisst. Quelle: imago images/Westend61

Nach Vulkanausbruch in Neuseeland: Acht Menschen weiter vermisst

Fünf Menschen verloren bei dem Vulkanausbruch auf einer kleinen Insel vor der Küste Neuseelands ihr Leben. Acht weitere gelten noch immer als vermisst. Es handelt sich um Neuseeländer sowie um Touristen aus Australien, Großbritannien, China, Malaysia und den USA.

Wellington. Nach dem Vulkanausbruch auf einer kleinen Insel vor der Küste Neuseelands gelten noch acht Menschen als vermisst. 31 Menschen wurden am Tag nach dem plötzlichen Ausbruch des Vulkans von White Island im Krankenhaus behandelt, wie die Polizei am Dienstagmorgen (Ortszeit) mitteilte. Bereits zuvor war bestätigt worden, dass fünf Menschen ums Leben kamen.

Premierministerin Jacinda Ardern sagte bei einer Pressekonferenz im Küstenstädtchen Whakatane auf der neuseeländischen Nordinsel, man halte die Vermissten für tot. Es handele sich um Neuseeländer sowie um Touristen aus Australien, Großbritannien, China, Malaysia und den USA.

Wahrscheinlich keine Deutschen unter den Toten

Das Auswärtige Amt in Berlin hat nach Angaben eines Sprechers keine Erkenntnisse, dass Deutsche unter den Toten sind. Aber: „Wir müssen davon ausgehen, dass Deutsche unter den Verletzten sind“, hatte der Sprecher auf dpa-Anfrage gesagt.

White Island liegt im Nordosten von Neuseelands Nordinsel, etwa 50 Kilometer von Whakatane entfernt. Mehrere Unternehmen bieten von der Küste aus Tagestouren nach White Island mit dem Boot an, die sehr beliebt sind. Der Vulkan war am Montag gegen 14.11 Uhr Ortszeit ausgebrochen (2.11 Uhr MEZ).

Ardern sagte, zur Zeit des Vulkanausbruchs seien zwei Gruppen auf der Insel gewesen. Eine Gruppe habe in Sicherheit gebracht werden können, die andere sei zu nahe am ausbrechenden Krater gewesen. Bei Luftaufklärungsflügen über Nacht habe es keine Anzeichen von Überlebenden gegeben, sagte sie.

RND/dpa