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Bereits Anfang des Monats kam es in Südfrankreich zu Überschwemmungen. Quelle: Daniel Cole/AP/dpa

Sturm in Frankreichs Südwesten: Hunderttausende ohne Strom

Ein Sturm ist über den Südwesten Frankreichs gezogen und hat Teile des Landes in Alarmbereitschaft versetzt. Es wird vor Überflutungen gewarnt. Am Freitag waren rund 220.000 Haushalte ohne Strom.

Paris. Heftige Sturmböen sind über den Südwesten Frankreichs und die Mittelmeerinsel Korsika hinweggezogen. Der Wind erreichte dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 142 Kilometern pro Stunde, wie der französische Wetterdienst Météo-France auf Twitter mitteilte. An manchen Messstationen wurden demnach neue Höchstwerte gemessen. 16 Départments wurden wegen der Stürme in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. An der Küste im Südwesten des Landes wurde vor Überflutung gewarnt.

In der Gemeinde Puycelsi im Département Tarn waren nach Angaben des Wetterdienstes Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde gemessen worden. Der bisherige Rekord seit Beginn der Aufzeichnungen von 123 Kilometern pro Stunde, den Sturm „Klaus“ im Januar 2009 aufgestellt hatte, sei damit gebrochen, so Météo-France. In der Gemeinde Millau im Département Aveyron in der Region Okzitanien waren mit 142 Kilometern pro Stunde dem Wetterdienst zufolge die stärksten Böen seit 20 Jahren verzeichnet worden.

Rund 220.000 Haushalte wegen der Sturmböen ohne Strom

Am Freitagmorgen seien rund 220.000 Haushalte im Südwesten wegen der Sturmböen ohne Strom, teilte der Netzbetreiber Enedis mit. In der Nacht war demnach die Stromversorgung für rund 400.000 Kunden unterbrochen gewesen.

RND/dpa