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Die bimmelnden Kuhglocken aus Bayern werden kein Fall für den Bundesgerichtshof.

Bundesgerichtshof will nicht über bimmelnde Kuhglocken entscheiden

Ein Mann und eine Frau fühlen sich von Kuhglocken der angrenzenden Weide gestört – und reichen Klage ein. Doch der Bundesgerichtshof sieht keinen Anlass, über den Fall zu verhandeln. Ein Verfahren in dieser Sache ist noch offen.

Karlsruhe. Die bimmelnden Kuhglocken im oberbayerischen Holzkirchen werden kein Fall für den Bundesgerichtshof (BGH). Die obersten Zivilrichter sehen keinen Anlass, sich mit der Klage eines Anwohners zu befassen. Die Sache habe keine grundsätzliche Bedeutung, teilte das Gericht in Karlsruhe am Freitag mit.

Der Mann und seine Frau fühlen sich von den Kuhglocken auf der angrenzenden Weide einer Bäuerin gestört. Am Schlafzimmerfenster wollen sie eine Lautstärke von mehr als 70 Dezibel gemessen haben.

Streit noch nicht zu Ende

Das Oberlandesgericht (OLG) München sah sich im April aber nicht veranlasst, dem Gebimmel ein Ende zu setzen. Die Bäuerin halte sich an eine frühere gerichtliche Vereinbarung, wonach die Kühe mit Glocke nur im entfernteren Teil der Wiese mit gut 20 Metern Abstand zum Nachbarn grasen dürfen. Revision ließen die Richter nicht zu.

Dagegen legte der Mann in Karlsruhe Beschwerde ein – ohne Erfolg. Trotzdem ist der Streit noch nicht zu Ende: Die Frau klagt in einem separaten Verfahren, ihr Fall ist noch beim OLG anhängig.

RND/dpa