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Yael Stone spielte sieben Saisons lang bei „Orange Is the New Black“. Quelle: picture alliance / Everett Colle

Schauspielerin Yael Stone verlässt USA – des Klimas wegens

Schauspielerin Yael Stone pendelte für ihre Rolle in der Netflix-Serie „Orange Is the New Black“ zwischen Australien und den USA – damit ist nun Schluss. Sie will aufs Fliegen verzichten – mit Einschränkungen.

Viele Jahre lang pendelte Schauspielerin Yael Stone zwischen ihrer Heimat Australien und ihrem Arbeitsort in den USA. Die 34-Jährige spielte sieben Saisons lang die Rolle der Lorna Morello in dem Netflix-Hit „Orange Is the New Black“ – und hatte gleichzeitig noch ihr Privatleben in Australien. Doch damit ist nun Schluss: Stone kündigte auf Twitter an, ihr US-Visum zurückzugeben und zurück nach Australien zu ziehen. Das Pendeln zwischen zwei Kontinenten sei eine zu große Umweltsünde.

„Es ist umwelttechnisch nicht ethisch, dir ein Leben auf zwei Kontinenten aufzubauen. Zeit, ein Opfer zu machen“, heißt es in ihrer Videobotschaft. Stone wuchs in Sydney auf, zog 2011 der Karriere wegen aber nach New York. Zumindest teilweise. Dort ergatterte sie die Rolle in „Orange Is the New Black“ und schaffte den Durchbruch.

„Die Zeit ist jetzt“, sagt sie in ihrem Video. „Ich bin gerade dabei, mein Visum zurückzugeben und meinem Leben in den USA Tschüs zu sagen. Ich werde hier in Australien bleiben, um hier einen Unterschied zu machen.“ Da die Klimakrise voranschreite, müssten Menschen Dinge opfern und ihr Leben verändern – das tue sie nun. Es sei wichtig, künftig nicht nur über Klimaschutz zu reden, sondern auch aktiv zu werden.

Komplett aufs Fliegen verzichten kann Stone aber nicht

Komplett aufs Fliegen verzichten wird Stone allerdings nicht, das kündigte sie bereits an. Die Rückgabe des Visums würde ihren ökologischen Fußabdruck zwar deutlich verkleinern, „aber ich bin eine Schauspielerin, es wird Punkte in meiner Karriere geben, an denen ich wieder in ein Flugzeug steigen muss. Das ist ein Teil meines Jobs.“ In diesen Fällen wolle sie aber die Hälfte ihrer Gage an eine Solarenergie-Organisation spenden.

RND/msk