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Die kleine Terrier-Mischlings-Hündin wurde am Mittwoch gefunden. Quelle: Uwe Driest

Hündin als Paket verschnürt – Tier schwer verletzt

Furchtbarer Fall von Tierquälerei in Sassnitz auf Rügen: Zwei Frauen fanden beim Spaziergang eine Mischlingshündin, die wie ein Paket verschnürt und in eine Tüte gestopft wurde. Eine Notoperation rettet das Leben des Tieres.

Sassnitz. So haben sich die beiden Frauen ihren Spaziergang nicht vorgestellt: Auf Rügen entdeckten die beiden Frauen einen Mischlingshund, der wie ein Paket verschnürt in eine Decke gewickelt und in eine Tüte gepackt war. Das Tier wurde dadurch lebensgefährlich verletzt. „Wäre sie nicht gefunden worden, wäre sie ohne Zweifel verendet“, sagt der Tierarzt Marco Nieburg nach der Rettung der „Ostsee-Zeitung“.

Wie die Zeitung berichtet, hätten die Frauen sofort gehandelt und die Hündin in die Tierarztpraxis in Sassnitz gebracht. Darm und Gebärmutter waren entzündet, in einer Notoperation wurde der Hündin mittleren Alters die Gebärmutter entfernt. Infusionen wurden dem Tier verabreicht. Auch nach der Rettung konnte sich die Terrier-Mischlings-Dame zunächst nicht bewegen – und war auch noch sehr geschwächt.

Das Tier wird sich erholen und soll dann vermittelt werden

Mindestens 700 Euro wird die Behandlung des Tieres kosten, doch laut „Ostsee-Zeitung“ war es für den Tierarzt selbstverständlich, einzuspringen, auch wenn er auf den Kosten sitzen bleiben wird. Auch zur Nachversorgung wird die Hundedame nun erst einmal in der Praxis bleiben und sich dort komplett erholen. Wahrscheinlich zieht sie dann in die Tiernotstation um.

Nachdem Nieburg die Geschichte auf Facebook gepostet hatte, meldeten sich bereits 15 Menschen, die das Tier gerne aufnehmen würden. Nieburg hat Anzeige erstattet und seinen Unmut auf Facebook kundgetan: „Lieber ehemaliger Besitzer, wir müssen dir leider mitteilen, dass dein Hund gefunden wurde, sich bei uns in Behandlung befindet und wir für sie ein tolles, neues Zuhause finden werden!“, hatte er geschrieben. Der Beitrag wurde fast 1300 Mal geteilt und 600 Mal kommentiert.

RND/msk