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Gut getarnt: Doch müssen US-Soldaten mit dem Einsatzgebiet im Weltraum tatsächlich Tarnuniform tragen so wie ihre Kollegen am Boden es tun? Vielen Menschen finden das befremdlich. Quelle: Nicolas Armer/dpa

Tarnuniform im Weltraum: Neue US-Teilstreitkraft erntet Spott

Im Weltraum muss man sich nicht tarnen. Das meinen zumindest viele Menschen, die mit Hohn und Spott auf die neuen US-Uniformen für die “Space Force” reagiert haben. Die Streitkräfte gehen in Verteidigungsstellung.

Washington. Für die Enthüllung der Uniform für die „Space Force“ hat die neu geschaffene US-Teilstreitkraft Spott geerntet. Die „Space Force“ veröffentlichte am Freitag (Ortszeit) auf Twitter ein Foto, auf dem die neuen Aufnäher auf Brust und Oberarm zu sehen sind – und: dass die Uniform ansonsten im üblichen grün-braunen Flecktarnmuster gehalten ist.

Der Tweet wurde tausendfach kommentiert – auch mit Fragen wie: „Was bringt es, im Weltraum Camouflage zu tragen? Was bringt die Space Force überhaupt?“ Ein anderer Nutzer fragte, wie viele Bäume die „Space Force“ denn meine im Weltraum anzutreffen. Wieder andere unterbreiteten Vorschläge für eine bessere Tarnung – zum Beispiel ein schwarzes T-Shirt mit funkelnden Sternchen.

Die Streitkräfte sollen aussehen wie Kollegen

Die „Space Force“ erklärte einige Stunden nach dem ersten Tweet, mit der Nutzung der derzeitigen Uniformen der US Army und der Luftwaffe würden Kosten für ein neues Design und die Produktion gespart. Zudem würden die Streitkräfte aussehen wie ihre Kollegen, hieß es weiter.

Mit der „Space Force“ hat US-Präsident Donald Trump erstmals seit 1947 wieder eine eigene US-Teilstreitkraft geschaffen – damals war die US-Luftwaffe als separate Einheit gebildet worden. Für Trump ist das ein Erfolg, da er sich für die Bildung einer eigenen „Space Force“ eingesetzt hatte, mit der sich das US-Militär für Konflikte im Weltraum wappnet.

dpa/RND